Massenentlassung bei "Computer Bild" wird Realität: Springer stellt CoBi-Mitarbeitern Kündigungen zu

 

Alles Bitten und Protestieren hat nicht geholfen. Die Axel Springer AG zieht ihren Plan bis zum bitteren Ende durch. Am 29. Juni haben die ersten von mehr als 40 betroffenen Mitarbeiter der "Computer Bild"-Gruppe (CoBi) ihre Kündigung erhalten. Einen Tag zuvor hatte der Springer-Betriebsrat allen Kündigungen fristgerecht widersprochen.

Alles Bitten und Protestieren hat nicht geholfen. Die Axel Springer AG zieht ihren Plan bis zum bitteren Ende durch. Am 29. Juni haben die ersten von mehr als 40 betroffenen Mitarbeiter der "Computer Bild"-Gruppe (CoBi) ihre Kündigung erhalten. Einen Tag zuvor hatte der Springer-Betriebsrat allen Kündigungen fristgerecht widersprochen (kress.de vom 23. Juni 2012).

In einem offenen Brief hatten die Betriebsräte u.a. von "Morgenpost", Spiegel Net, Zeitverlag und Zeitverlag Online, Bauermedia sowie Gruner + Jahr den Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, aufgefordert, "die Kündigungen gegenüber den Arbeitnehmern nicht auszusprechen". Den Teilbetriebsübergang der CoBi-Gruppe in die nicht-tarifgebundene Computer Bild Digital GmbH bezeichneten sie als "Aushebelung tariflicher Standards, die letztlich den ganzen Beruf des Journalismus abwerten werden".

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, zeigte wenig Verständnis "wenn Rekordeinnahmen ein solches Vorgehen auslösen". Er mahnte in einer Mitteilung: "Gute Arbeit darf nicht mit Gehaltseinbußen und drohender Arbeitslosigkeit belohnt werden."

Der Springer-Konzern versteht die Ausgliederung der CoBi-Gruppe als eine zukunftssichernde Maßnahme. Sollten die Auflagen der IT-Presse weiterhin so rasant sinken – "Computer Bild" und die ebenfalls zur Gruppe gehörenden Blätter "Computer Bild Spiele" und "Audio Video Foto Bild" verlieren regelmäßig bis zu 30% ihrer Auflage – könnte die CoBi-Gruppe spätestens 2015 in die roten Zahlen rutschen (kress.de vom 31. Mai 2012).

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