Über 1,7 Mio "Formel 1"-Fans weniger als im Vorjahr: Enttäuschende Quote fürs Hockenheim-Rennen

 

Der "Große Preis von Deutschland" sollte eigentlich der programmierte RTL-Jubeltag im "Formel 1"-Kalender sein: Diesmal müssen sich die Kölner mit "nur" 5,99 Mio Motorsport-Fans begnügen, die den Rennklassiker live verfolgten. Natürlich reichte das dicke für den Tagessieg - auch bei den Werberelevanten. Nur im Vorjahr klebten mit 7,71 Mio deutlich mehr PS-Anhänger vor den Bildschirmen.

Der "Große Preis von Deutschland" sollte eigentlich der programmierte RTL-Jubeltag im "Formel 1"-Kalender sein: Diesmal müssen sich die Kölner mit "nur" 5,99 Mio Motorsport-Fans begnügen, die den Rennklassiker live verfolgten. Natürlich reichte das dicke für den Tagessieg - auch bei den Werberelevanten. Nur im Vorjahr klebten mit 7,71 Mio deutlich mehr PS-Anhänger vor den Bildschirmen.

Mit einem Marktanteil von 40,9% (Gesamtpublikum) und 35,8% bei den 14- bis 49-Jährigen dominierte das RTL-Rennen natürlich das Sonntags-Ranking. Mit der Sky-Übertragung kamen noch einmal 450.000 Zuschauer mehr hinzu - darunter 220.000 Jüngere (3,7%).

"Helena Fürst"-Comeback fährt Sat.1 hart in die Parade

Fast noch wichtiger als die erwartbare Dominanz am Nachmittag war allerdings die sehr gute Nachricht von der Vorabend-Front: Dort kehrte "Helena Fürst - Die Anwältin der Armen" wieder zurück - und legte vor 1,42 Mio werberelevanten Zuschauern (18,3%) einen starken Auftritt hin.

Die RTL-Dokusoap vermieste im Gegenzug Sat.1 die Partie: "Auf Brautschau im Ausland" befanden sich nur 730.000 Jüngere. Nach zwischenzeitlichen Höhenflügen sackte das Format so zum insgesamt zweiten Mal nach der Startfolge wieder auf einen einstelligen Marktanteil (9,6%) zurück. Der neue "Galileo"-Ableger "Galileo X.perience" musste sich mit 12,8% begnügen.

Am Hauptabend dominiert ProSieben

Zur besten Sendezeit hatte ProSieben die Nase vorn - jedenfalls beim Publikum unter 50: Der Mysterythriller "Die Vorahnung" lockte 2,07 Mio Werberelevante an und fuhr so einen sehr beachtlichen Marktanteil von 18,3% ein. In "Quarantäne" blieben im Anschluss 13,9% der Zielgruppe.

RTL musste sich mit "Horton hört ein Hu!" (1,51 Mio, nur 13,5%) auch in der Zielgruppen-Wertung hinter die ARD-Krimiwiederholung einsortieren: "Tatort: Der letzte Patient" holte mit 6,38 Mio Gesamtzuschauern nicht nur den Reichweiten-Tagessieg, sondern schlug auch 1,57 Mio 14- bis 49-Jährige in seinen Bann (14,0%).

Enttäuschend lief's danach allerdings für die Doku-Inszenierung "Vom Traum zum Terror - München '72": Sie wollten nur 2,86 Mio Gesamtzuschauer, darunter 890.000 Jüngere (8,6%), sehen.

RTL II freut sich über Uralt-Humor

Beachtlich: RTL II mischte mit der angestaubten Klamotte "Police Academy III - Und keiner kann sie bremsen" im oberen Sonntags-Ranking mit: Immerhin 840.000 Werberelevante wollten sich um 21:55 Uhr noch beömmeln (8,8%). In der Vox-"Promi Kocharena" tummelten sich dagegen nur 820.000 Jüngere (7,6%).

Zu guter Letzt: das ZDF. Den versöhnlich-verträumten Wochenend-Abschluss "Vier Tage Toskana" wählten 4,56 Mio Gesamtzuschauer, darunter 750.000 Jüngere (6,7%).

Unterm Strich erzielte RTL trotz "Formel 1" einen Tagesmarktanteil von nur 15,2% bei den Werberelevanten. ProSieben erspielte sich vergleichsweise starke 12,0%. Sat.1 blieb bei grottigen 8,7% hängen - vor Vox (7,6%), kabel eins (6,8%), ARD (6,8%) und RTL II (6,7%).

Ihre Kommentare
Kopf
Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

23.07.2012
!

Erstaunlich, dass die Formel-1-Nachberichterstattung absolut und relativ bessere Quoten einfuhr als das Rennen selbst. Gibt's dafür nachvollziehbare Gründe (Messprozedur, Wetter)?


Rupert Sommer

Rupert Sommer

Pressebüro Sommer
freier Journalist / kress-Korrespondent München

23.07.2012
!

Hallo Herr Messer, diese "Nachberichterstattung" ist in Wirklichkeit ein lediglich 34-Sekunden-Beitrag, den RTL als eigenen Programmbestandteil ausweist. Dass für so einen kurzen Moment am Ende des Rennens mit 6,46 Mio eine höhere Reichweite gemessen wird als für die etwa 81-minütige Renn-Übertragung im Durchschnitt, verwundert nicht. Die meisten Zuschauer einer "echten" Sendung hatte daher am Sonntag, wie erwähnt, die "Tatort"-Wiederholung und nicht RTL.


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

23.07.2012
!

34 Sekunden als eigener Programmbestandteil!? Auf diese Idee muss man erst mal kommen - ist ja fast so absurd wie die erfundene 14-49-Zielgruppe. Danke für die aufschlussreiche Info, Herr Sommer.


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