Der Nächste, bitte: "Badische Zeitung" lässt im Web Bezahlschranke runter

 

Die "Badische Zeitung", Freiburg, wird sich in den kommenden Monaten dem Kreis von Zeitungen zugesellen, die vor ihrem Web-Angebot Bezahlschranken heruntergelassen haben. Nach Auskunft von Markus Hofmann, Redaktionsleiter Online, will der Verlag für seine Website "badische-zeitung.de" ein Metered Model einführen, wie es international die "New York Times" vormachte.

Die "Badische Zeitung", Freiburg, wird sich in den kommenden Monaten dem Kreis von Zeitungen zugesellen, die vor ihrem Web-Angebot Bezahlschranken heruntergelassen haben. Nach Auskunft von Markus Hofmann, Redaktionsleiter Online, will der Verlag für seine Website "badische-zeitung.de" ein Metered Model einführen, wie es international die "New York Times" vormachte. Die Nutzer können dabei innerhalb eines definierten Zeitraums eine bestimmte Anzahl von Artikeln kostenlos lesen und werden erst zur Kasse gebeten, wenn ihr Kontingent erschöpft ist. Den genauen Startzeitpunkt und Details zum Bezahlmodell wollte Hofmann nicht nennen.

Die Website der "Badischen Zeitung" erzielte im Juni laut IVW 3,3 Mio. Visits, in der Agof kommt sie auf 940.000 Unique User. Hofmann betont, dass sich Reichweite und Vermarktung der Site sehr positiv entwickelt hätten, und begründet den Wechsel zu einem Bezahlmodell mit grundsätzlichen Erwägungen: "Das Konzept Qualitätsjournalismus im Regionalen ist ohne Vertriebsumsätze nicht dauerhaft realistisch finanzierbar", meint er. Das gelte für die gedruckte wie für die digitale Ausgabe der Zeitung. Auch die Mobile-Angebote aus Freiburg soll es nicht für lau geben: Als nächstes startet die Zeitung eine kostenpflichtige Smartphone-App zu den Straußenwirtschaften der Umgebung.

Vor den Freiburgern haben bereits zahlreiche andere deutsche Verlage den Bezahlpfad beschritten: 20 Tageszeitungen testeten derzeit Paid-Content-Modelle, 20 weitere würden noch in diesem Jahr folgen, prognostizierte Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff gerade bei der Jahrespressekonferenz des Bundes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin (kress.de vom 17. Juli 2012). 

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