Wiedereinstieg in den Musikvertrieb: Bertelsmann-Tochter BMG an EMI-Teilen interessiert

 

BMG Rights Management, die Musikrechte-Tochter Bertelsmanns und des Finanzinvestors KKR, ist laut Medienberichten an Teilen des britischen Musikkonzerns EMI interessiert. Wie unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagsausgabe) aus Verhandlungskreisen berichtet, könnte BMG Plattenlabels kaufen,

BMG Rights Management, die Musikrechte-Tochter Bertelsmanns und des Finanzinvestors KKR, ist laut Medienberichten an Teilen des britischen Musikkonzerns EMI interessiert. Wie unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagsausgabe) aus Verhandlungskreisen berichtet, könnte BMG Plattenlabels kaufen, die EMI aufgrund der Übernahme durch den französischen Weltmarktführer Universal (Vivendi) abgeben muss. Um die Erlaubnis der EU-Wettbewerbskommission zu bekommen, wolle Universal Plattenlabels mit einem Jahresumsatz von mehr als 250 Mio Euro verkaufen, darunter auch solche, die die europäischen Vermarktungsrechte für Bands wie Coldplay und Pink Floyd hätten.

Wie das "Wall Street Journal" berichtet, gebe es noch keinen konkreten Deal mit Bertelsmann. Über Bedingungen sei noch nicht gesprochen worden. Laut "FAZ" wären noch 20 andere Unternehmen interessiert. BMG wollte die Berichte auf kress-Anfrage nicht kommentieren. 

Mit der Übernahme von EMI-Labels würde Bertelsmann wieder in den Vertrieb von Musik einsteigen - ein Geschäft, das seit dem Siegeszug der MP3 dramatisch geschrumpft ist. Sein eigenes Musiklabel, das ebenfalls BMG hieß, brachte der Konzern 2004 in ein Joint Venture mit Sony Music ein. 2008 übernahm Sony ganz. Ende 2008 kündigte Bertelsmann die Gründung der Musikrechte-Tochter BMG zusammen mit KKR an. Die neue BMG konzentrierte sich bisher auf das Management von Musikrechten, nicht auf den Vertrieb von Tonträgern.

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