Fernsehunterhaltungs-Festival wandert: Ringier verkauft Rose d’Or an EBU

 

Der Schweizer Medienkonzern Ringier hat die Markenrechte am Fernsehunterhaltungs-Festival Rose d’Or an die European Broadcasting Union (EBU) verkauft. Die EBU, ein Zusammenschluss von 74 Rundfunkanstalten in 56 Staaten in und um Europa, übernimmt bereits die Vermarktung, Organisation und Durchführung des nächsten Festivals in Brüssel.

Der Schweizer Medienkonzern Ringier hat die Markenrechte am Fernsehunterhaltungs-Festival Rose d’Or an die European Broadcasting Union (EBU) verkauft. Die EBU, ein Zusammenschluss von 74 Rundfunkanstalten in 56 Staaten in und um Europa, übernimmt bereits die Vermarktung, Organisation und Durchführung des nächsten Festivals in Brüssel. Zum Preis machte Ringier keine Angaben.

Auch personell zieht sich Ringier aus der Festival-Organisation zurück. Festivalpräsident Marco Castellaneta und Festivaldirektor Markus Helbling scheiden aus. Helbling will sich selbstständig machen. Weitere Ringier-Mitarbeiter könnten von der EBU in Genf übernommen werden. Für drei Personen sucht man laut Konzern innerhalb Ringiers nach einer Lösung. 

Von 1961 bis 2003 fand das Festival in Montreux statt, seit 2004 im KKL in Luzern. Nun soll es, wie der Eurovision Song Contest, zum Wanderzirkus werden. Nächste Station ist Brüssel.

Ringier gibt an, die Markenrechte aufgrund der Neuorganisation des Entertainment-Bereichs zu verkaufen. Der Konzern hatte die Rose d’Or 2009 vom Freddy Burger Management übernommen. "Ringier hat die Rose d'Or wieder als das platzieren können, was sie ist: eines der wichtigsten Fernsehunterhaltungs-Festivals überhaupt", so Marc Walder, seit April CEO der Ringier AG. Die EBU könne diesem Event nun die perfekte Plattform für eine große Zukunft bieten.

"Für die EBU ist es großartig, das Rose d’Or Festival übernommen zu haben, und wir freuen uns darauf, die Veranstaltung einem größeren europäischen Publikum zugänglich zu machen", so die Hauptamtliche Generaldirektorin der EBU Ingrid Deltenre.

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