Nico Hofmann und Joachim Kosack im "SZ"-Interview: "Pay-TV-Anbieter wie Sky werden sehr viel stärker"

06.08.2012
 

Der Medienmarkt werde sich durch das Pay-TV als künftigen Abnehmer für deutsche Fiktion drastisch verändern, prophezeien Nico Hofmann und Joachim Kosack, die Doppelspitze der neuen Teamworx Ufa, im Interview mit der "SZ".

Der Medienmarkt werde sich durch das Pay-TV als künftigen Abnehmer für deutsche Fiktion drastisch verändern, prophezeien Nico Hofmann und Joachim Kosack, die Doppelspitze der neuen Teamworx Ufa, im Interview mit der "SZ" (Samstagsausgabe). "Pay-TV-Anbieter wie Sky, TNT oder Disney werden sehr viel stärker werden, als sich das manche im Moment vorstellen können", so Hofmann. Es würde schon jetzt ein großes Abo-Unternehmen für einen seriellen Piloten einen finanziellen Rahmen zur Verfügung stellen, der fast an RTL-Budgets heranreiche.

"Das bedeutet für uns, dass sich die ganze deutsche Produzentenlandschaft auch in den Auftragsmöglichkeiten und hinsichtlich ihrer Angebote in einer Geschwindigkeit verändern wird, wie wir es überhaupt noch nicht erlebt haben", erklärt Hofmann. Laut Kosack neigen die frei empfänglichen Sender dazu, immer weniger auszuprobieren. Das habe mit Etats zu tun, aber auch mit dem Lauf der Zeit. Wenn man nur versuche, Risiken zu vermeiden, lande man beim Bewährten. "Und da wird es für Sky oder auch für Internetplattformen mit Filmangeboten spannend."

Hintergrund: Das Fusionsunternehmen Teamworx Ufa entsteht aus der bisherigen Ufa Fernsehproduktion, der Ufa Cinema und aus Teamworx. Der Fiktion-Merger nimmt am 1. Oktober seine Arbeit auf. Geleitet wird er von Teamworx-Geschäftsführer Nico Hofmann, dem gegenwärtigen Sat.1-Chef Joachim Kosack sowie dem wie bisher für Finanzen zuständigen Jürgen Schuster.

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