Mehr Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr: Axel Springer ist zu einem Drittel digital

 

Die Axel Springer AG hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 6,2% auf 1,62 Mrd Euro gesteigert (Vorjahr: 1,53 Mrd Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte erhöhte Springer den Konzernumsatz um 2,5%. Das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte im ersten Halbjahr um 6,9% auf 308,7 Mio Euro. 

Die Axel Springer AG hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 6,2% auf 1,62 Mrd Euro gesteigert (Vorjahr: 1,53 Mrd Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte erhöhte Springer den Konzernumsatz um 2,5%. Das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte im ersten Halbjahr um 6,9% auf 308,7 Mio Euro. Die Ebitda-Rendite lag mit 19,0% leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 18,9%).

Der Konzernüberschuss verbesserte sich im ersten Halbjahr von 151,2 Mio Euro auf 159,6 Mio. Der um wesentliche nicht-operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss legte um 5,5% auf 177,7 Mio Euro zu (Vorjahr: 168,4 Mio Euro).

"Unsere digitalen Medien haben im ersten Halbjahr bei der Ebitda-Rendite die Marke von 20% überschritten und zeigen damit, wie erfolgreich sich das digitale Geschäft entwickelt", so Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG. Mit einer Anpassung der Strukturen und Geschäftsmodelle an die neue Mediennutzung will er die positive wirtschaftliche und verlegerische Weiterentwicklung der Axel Springer AG langfristig sichern.

Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand die Erwartungen. Steigende Erlöse bei den digitalen Medien dürften leicht rückläufige Erlöse im Printgeschäft mehr als kompensieren. Auch für das Ebitda wird ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Werbeerlöse im Plus, Vertriebserlöse im Minus

Die Werbeerlöse stiegen um 11,7% auf 851,7 Mio Euro (Vorjahr: 762,3 Mio Euro). Die digitalen Medien erhöhten ihre Werbeerlöse im ersten Halbjahr um 27,4% und stehen damit mittlerweile für mehr als die Hälfte der Werbeerlöse des Konzerns. Die inländischen Zeitungen profitierten im zweiten Quartal von zusätzlichen Werbeerlösen durch die Aktion "Bild für Alle", während die Werbeerlöse der inländischen Zeitschriften und der internationalen Printmedien rückläufig waren. Die Vertriebserlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 580,5 Mio Euro (Vorjahr: 588,5 Mio Euro).

Mehr Transparenz im Digital-Geschäft

Die Digitalen Medien erhöhten ihren Umsatz um 24,6% auf 542,1 Mio Euro (Vorjahr: 435,1 Mio Euro). Das Ebitda legte um 55,0% auf 110,7 Mio Euro zu (Vorjahr: 71,4 Mio Euro). Damit trugen die Digitalen Medien im ersten Halbjahr mehr als ein Drittel zum Gesamtumsatz und zum Konzern-Ebitda bei. Erstmals legt der Konzern Kennzahlen für die drei digitalen Säulen Journalistische Portale & andere digitale Medien, Performance Marketing sowie Axel Springer Digital Classifieds vor.

Die erste Säule Journalistische Portale & andere digitale Medien umfasst einerseits die markengebundenen Portale wie "Bild.de", "Welt Online", "aufeminin.com" und "azet.sk", andererseits digitale Geschäftsmodelle wie idealo, kaufDA und Smarthouse. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um 31,4% auf 175,9 Mio Euro zu (Vorjahr: 133,8 Mio Euro). Das Ebitda stieg um 37,4% auf 43,2 Mio Euro (Vorjahr: 31,4 Mio Euro).

Die zweite Säule Performance Marketing umfasst die Aktivitäten der Zanox-Gruppe. Der Umsatz nahm von 206,0 Mio Euro im Vorjahreszeitraum auf 216,9 Mio Euro zu. Das Ebitda belief sich auf 10,5 Mio Euro (Vorjahr: 13,3 Mio Euro).

Die dritte Säule umfasst die in die Axel Springer Digital Classifieds GmbH eingebrachten Rubrikenportale SeLoger, Immonet und StepStone sowie die im April erworbene Totaljobs. Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg von 95,2 Mio Euro im Vorjahreszeitraum auf 149,4 Mio Euro. Das Ebitda konnte von 31,1 Mio Euro auf 63,7 Mio Euro mehr als verdoppelt werden.

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