"TVLab" geht auf ZDFneo in die zweite Runde: "Beef Brothers", "Deutsches Fleisch" und "Heiß & Fettig"

 

In diesem Jahr haben 45 Produzenten rund 110 Formatideen geliefert. ZDFneo-Chefin Simone Emmelius (Foto) zeigte sich bei einer Präsentation der sieben Finalisten des zweiten "TVLab" in Hamburg mit dieser Ausbeute zufrieden. Vom 25. August bis zum 1. September buhlen eine Personality-Show, ein Sex-Magazin, ein Interview-Porträt, eine Quiz- und eine Spielshow sowie ein Cartoon und eine Kochshow der etwas anderen Art jeweils ab 22:30 Uhr um die Gunst der Zuschauer.

In diesem Jahr haben 45 Produzenten rund 110 Formatideen geliefert. ZDFneo-Chefin Simone Emmelius (Foto) zeigte sich bei einer Präsentation der sieben Finalisten des zweiten "TVLab" in Hamburg mit dieser Ausbeute zufrieden. Vom 25. August bis zum 1. September buhlen eine Personality-Show, ein Sex-Magazin, ein Interview-Porträt, eine Quiz- und eine Spielshow sowie ein Cartoon und eine Kochshow der etwas anderen Art jeweils ab 22:30 Uhr um die Gunst der Zuschauer.

Im vergangenen Jahr war Endemol Deutschland mit der Puppen-Sitcom "Ausgekuschelt!" ins Finale gestartet (kress.de vom 15. August 2011). Dieses Mal geht es mit den wenig zimperlichen "Beef Brothers" Chakall, Shane und Frank an den Start. Die Profiköche schießen sich in dem Food-Adventure ihre Zutaten direkt von den Berghängen im österreichischen Kärnten.

Ebenfalls bereits in der ersten "TVLab"-Ausgabe unter den besten Einreichern mit dabei: SEO Entertainment. In der zweiten Runde treten die Münchner mit dem Cartoon "Deutsches Fleisch" an. Die Zeichentrickautoren Ilja Schmuschkowitsch und Willy Kramer verknüpfen aktuelles Zeitgeschehen und kuriose Medienphänomene mit den Erlebnissen von vier arbeitslosen Freunden, die ihre Tage an einer Imbissbude verbringen.

Deftige Kost und Nahaufnahmen

"Heiß & Fettig" geht’s auch in einem gleichnamigen Sex-Magazin zu, das Ulrike "Uli" Schreiber (u.a. Spiegel TV) und Viva-Gesicht Jan Köppen im Auftrag von Spiegel TV moderieren. Nachts um zwei plaudern sie mit Gästen in einem Kreuzberger Imbiss freimütig über deren Liebesleben.

Die Buffo Unterhaltungs GmbH aus Köln empfiehlt in ihrer Personality-Show "Sieh’s doch mal wie ein Promi" einen Blick durch eine ganz besondere Brille. Die ist mit einer Kamera ausgestattet und sitzt einen Tag lang auf der Nase eines Prominenten. Der Comedian David Werker (u.a. "Quatsch Comedy Club") präsentiert die besten Aufzeichnungen, aus denen das Studiopublikum erraten muss, um welche Persönlichkeit es sich handelt.

Experimentell geht es auch bei den Interview-Porträts unter dem Titel "Der Protagonist" zu. Der Fernsehmoderator Jörg Thadeusz nimmt in dem Piloten den Geldfälscher Hans-Jürgen Kuhl in die Zange – aber nicht Auge in Auge, sondern mit zwischengeschalteter Videotechnik. Die Gesprächspartner sehen sich nur auf Monitoren. Geschickt zusammengeschnitten verspricht sich die produzierende Nordend Film aus Hamburg von dieser "First Person" genannten Technik eine besonders intensive Verbindung zum Zuschauer.

Wenn der Spaßfaktor dominiert

Ran ans Publikum geht es auch bei "Kampfansage". Die Kandidaten des Wettbewerbs rekrutieren sich aus der Internetgemeinde. Für die ungewöhnlichen Herausforderungen und Spaßaktionen (u.a. Einkaufswagenrennen im Supermarkt) brauchen sie Geschick, Mut und Einfallsreichtum. 1Live-Moderator Simon Beeck stachelt die Kandidaten zu immer neuen Höchstleistungen an.

Die Kölner Produktionsfirma wellenreiter.tv versucht mit der Quiz-Show "Wahr oder was?" die "TVLab"-Zuschauer für sich einzunehmen. Fero Andersen, Moderator des RTL II-Magazins "Schau dich schlau", bittet ein Kandidatenpärchen in ein Hotel, in dem sechs Menschen mit schrägen Geschichten im Gepäck eingecheckt haben. Sind die Geschichten wahr oder falsch? Beim Auschecken kann das Kandidatenpaar um bis zu 1.200 Euro reicher sein.

ZDFneo stößt jede Produktion mit 30.000 Euro an

"Wir lieben das 'TVLab' sehr", gestand ZDFneo-Chefin Simone Emmelius bei der Präsentation in Hamburg. Ermöglicht es der Redaktion doch einen Ausbruch aus der üblichen Senderroutine. An dieser "unglaublichen Spielfläche" für kreative und innovative Ideen "wollen wir in den kommenden Jahren festhalten", sagte Emmelius. Auch in diesem Jahr beteiligt sich ZDFneo mit jeweils rund 30.000 Euro an den Produktionskosten pro Pilot. Dafür erhält der Sender eine sechsmonatige Option.

Unter tvlabblog.zdfneo.de können sich die Zuschauer vom 16. August an nicht nur zur Abstimmung anmelden, sondern auch Zusatzmaterial wie Interviews, Outtakes oder Making-ofs anschauen. Der Sender behält sich erneut vor, nicht nur den Gewinner, sondern weitere Formate des Finales regelmäßig auf Sendung zu bringen. Das hänge davon ab, wie eng das Voting der Zuschauer ausfällt und wie im Netz und in sozialen Netzwerken über die Piloten diskutiert wird, so Emmelius. Im vergangenen Jahr hatten sich nach Senderangaben mehr als 17.000 Menschen an der Abstimmung beteiligt. Die Videos seien mehr als 900.000 Mal abgerufen worden. Den Gewinner des "TVLab" 2012 wird Palina Rojinski am 1. September in einer Online-Sieger-Show bekannt geben.

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