"Reaktion auf den Wandel in der Medienbranche": Bei der "WZ" müssen 40 Mitarbeiter gehen

22.08.2012
 

Bei der "Westdeutschen Zeitung" (Verlag W. Girardet) haben 40 Mitarbeiter Anfang der Woche ihre Kündigung erhalten. Dies hat Verlagsgeschäftsführer Kersten Köhler gegenüber "Newsroom" bestätigt.

Bei der "Westdeutschen Zeitung" (Verlag W. Girardet) haben 40 Mitarbeiter Anfang der Woche ihre Kündigung erhalten. Dies hat Verlagsgeschäftsführer Kersten Köhler gegenüber "Newsroom" bestätigt. Betroffen seien Druckvorstufe, Anzeigen und Vertrieb. Die gekündigten Mitarbeiter sollen die Möglichkeit erhalten, ab dem 1. Dezember in einer Transfer- und Qualifizierungs-Gesellschaft zu wechseln. Bis Ende des Jahres sollen nur noch knapp 200 Personen für die Tageszeitung arbeiten. 

"Wir haben ein Markt- und Strukturprogramm aufgestellt, um auf den Wandel in der Medienbranche zu reagieren", sagte Köhler gegenüber "Newsroom". Künftig wolle man sich auf den Kernmarkt konzentrieren, weitere lokale Print- und Online-Produkte anbieten (kress.de vom 18. November 2011). Im zweiten Quartal lag die verkaufte Auflage der "Westdeutschen Zeitung" bei 102.200 Exemplaren - im Verleich zum Vorjahresquartal ging die Auflage um 12% zurück. Zum Vergleich: Die "Rheinische Post" verkauft 343.952 Exemplare (IVW II/2012). Kernmärkte der "Westdeutschen Zeitung" sind neben Wuppertal und Düsseldorf der Niederrhein (Krefeld) und das Bergische Land.

Die Arbeiten, in den von den Kündigungen betroffenen Bereichen, sollen extern vergeben werden. Wer als Dienstleister zum Zuge kommt, sei noch nicht entschieden, so Kersten Köhler, der seit Juli 2011 im Amt ist

Die "Westdeutsche Zeitung" erscheint seit 1887.

Ihre Kommentare
Kopf

AKS

23.08.2012
!

"Transfer- und Qualifizierungs-Gesellschaft": Das heißt ja wohl nichts weiter, als dass dieselben Menschen für weniger Gehalt ihre alten Jobs zurückbekommen... Vor allem, wenn man gleichzeitig "weitere lokale Printprodukte" anbieten will. Komisch, dass der "Wandel in der Medienbranche" immer nur zu Lasten der Angestellten geht (siehe auch Computer-Bild) - während die Bosse sogar noch mit Millionen-Geschenken belohnt werden (siehe Döpfner).


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