Die Premiere auf Sky: Fernsehen zum Wohlfühlen für Harald-Schmidt-Fans

04.09.2012
 

"Wir haben lange über Veränderungen gesprochen und viele Optionen diskutiert", sagte Sky-Programmchef Gary Davey nach der Sendung gegenüber dapd: "Aber am Ende haben wir uns gefragt: Warum? Wir wollen die Show zeigen, die die Leute lieben und haben uns deswegen entschieden, nichts zu ändern." Und so feierte ein gut aufgelegter Harald Schmidt am Dienstag bei seinem neuen Sender eine gelungene Premiere. 

"Wir haben lange über Veränderungen gesprochen und viele Optionen diskutiert", sagte Sky-Programmchef Gary Davey nach der Sendung gegenüber dapd: "Aber am Ende haben wir uns gefragt: Warum? Wir wollen die Show zeigen, die die Leute lieben und haben uns deswegen entschieden, nichts zu ändern." Und so feierte ein gut aufgelegter Harald Schmidt am Dienstag bei seinem neuen Sender eine gelungene Premiere. Fernsehen zum Wohlfühlen eben für Harald-Schmidt-Fans.

Erfrischend selbstironisch zeigten sich die Macher der Sendung mit einem Einspieler außerhalb des "alten, gemütlichen" Studios 449 in Köln. Dort sahen die Zuschauer ein Schild, auf welchem immer noch Sat.1 zu sehen war. Nach einer kurzen Drehung war darauf ARD zu lesen - Schmidt: "War schön, aber braucht man nicht" - dann folgte RTL - Schmidt: "Nein nein, da drücken wir Thommy die Daumen" - und schließlich Sky. 

Schmidt stand jeweils zwei Spielzeiten bei Sat.1 (1995 bis 2003 und 2011 - 2012) und im Ersten (2004 - 2007 und 2009 - 2011) auf der Show-Bühne. Nun also Sky, wo alle Schmidt-Mitarbeiter wohl zur eigenen Orientierung schwarze Armbinden mit dem Senderlogo trugen.

Befreit von dem Druck etwas Neues, Großartiges bieten zu müssen, zeigte sich Schmidt schon beim Stand-Up unaufgeregt, aber zynisch wie eh und je. Den Streik des Flugpersonals kommentierte er so: "Ich selber, als alter Gewerkschafter, bin sehr auf der Seite des streikenden Flugpersonals. Ich habe mir heute Morgen aus Solidarität mit den streikenden Stewardessen selbst einen Becher heißen Kaffee in den Schritt gegossen." Zum Thema Altersarmut sagte Schmidt: "Mir ist es doch lieber, ein Senior wühlt in der Mülltonne, als vor mir in der Schlange im Supermarkt nach dem Kleingeld." Mit Heidi Klum schloss er den Auftaktpart: Sie sei ein ganz normales Bergisch-Gladbacher Mädchen - "ein Kind vom Italiener, drei von einem Schwarzen und jetzt zusammen mit einem vom Sicherheitsdienst".

Side-Kick Klaas Heufer-Umlauf kämpfte anschließend mit einem schlecht sitzenden Mikro und legte einen launigen Auftritt hin - ganz anders als man es von ihm zuletzt auf ProSieben ("Joko gegen Klaas") gewohnt war. Aber Heufer-Umlaufs Einsatz fügte sich ins Gesamtbild einer unspektakulären, lässigen Schmidt-Show.

Mit den Gästen aus der klassischen Musik - der Cellistin Sol Gabetta und der Pianistin Helene Grimaud stieg das Niveau der Sendung wieder an. Klassische Musik - eine sichere Bank für den Gastgeber. Und mit dem Schlussakkord der beiden Künstlerinnen war die erste "Harald Schmidt Show" dann nach einer knappen Dreiviertelstunde auch schon beendet.

Recht entspannt ging es im Anschluss auch auf der Facebook-Seite der Sendung zu. Diskutiert wurde nur über die schlechte Bildqualität - "kein echtes HD! Das ist ein klares NoGo" - und über die Werbeunterbrechung.

Die Quoten der ersten Schmidt-Sky-Sendung finden Sie in unserem Quotencheck.

Ihre Kommentare
Kopf

Social Punk

05.09.2012
!

Marc Bartl, sie scheinen der einzige unter den Medienprofis, der eine Lanze für Schmidt bricht. Von Ihren Wettbewerbern lässt so gut wie keiner ein gutes Haar an der neuen Sendung. Wir haben uns - und Sie weisen ebenfalls auf die Facebook-Seite zur Sendung hin - angeschaut, wie Schmidts Facebook-Fans über den Auftritt denken. Nachzulesen hier: http://tinyurl.com/cl855lh


Peter Batic

05.09.2012
!

EIne lässige Show und ein gut aufgelegter Schmidt? Da haben wir wohl zwei unterschiedliche Shows gesehen. Meine Harald Schmidt Show war jedenfalls langweilig und konnte mit nichts Neuem überraschen. Dabei hätte Schmidt einen Knaller gebraucht. Vor allem in diesem Nischensender, der wohl sein letzter sein wird. Ich jedenfalls sehe keinen Grund noch einmal einzuschalten. Schade Schmidt!


Guenter Yogi Lauke

Guenter Yogi Lauke

LaukeMedia&music4U

05.09.2012
!

Alle sind auf dem "absteigenden Ast"! Bohlen, Thommy Schrottkalk & natürlich auch unser DirtyHarry!
Harald Schmidt & seine Harald Schmidt Show sind TOT!
Hat IHM (sic!) nur noch keiner gesagt!
FRAGE: Traut sich etwa keiner!
=> Die SHOW ist ein AUSLAUF-MODELL......


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.