Deutscher Radiopreis 2012: Robbie und die Schöneberger flirten um die Wette

 

Bereits zum dritten Mal sind in Hamburg am Donnerstagabend herausragende Radio-Macher und Hörfunkproduktionen mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung für die beste Morgensendung blieb direkt an der Elbe, die für die beste Sendung ging nach Berlin. Die beste Moderatorin kommt aus Thüringen, der beste Moderator arbeitet in Hessen.

Bereits zum dritten Mal sind in Hamburg am Donnerstagabend herausragende Radio-Macher und Hörfunkproduktionen mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung für die beste Morgensendung blieb direkt an der Elbe, die für die beste Sendung ging nach Berlin.

Zur Gala im Schuppen 52 mitten im Hamburger Hafen war am Donnerstagabend viel Prominenz erschienen. Der britische Sänger Robbie Williams ließ es sich nicht nehmen, die Auszeichnung in der Kategorie Beste Innovation zu überreichen. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizäcker fand für die beste Reportage die richtigen Worte – und verriet, dass er vor 87 Jahren zum ersten Mal heimlich Radio gehört habe. "stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn rühmte in seiner Laudatio das beste Interview. Ursprünglich sollte der Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Spiegel", Georg Mascolo, den Preis überreichen.

Wie man für Hörernachwuchs sorgt

Durch den Abend führte Barbara Schöneberger, die zu Beginn der Gala mit ihrer Schwangerschaft kokettierte: "Ich habe so viel Wasser im Körper, wie Udo Lindenberg in seinem ganzen Leben noch nicht getrunken hat." Aber was tue man nicht alles, um Hörernachwuchs zu produzieren. Der erste und auch prominenteste Laudator des Abends, Robbie Williams, nutzte die Gelegenheit, zur Begrüßung Schönebergers prallen Bauch zu küssen.

Mit dem Deutschen Radiopreis, den öffentlich-rechtliche und private Hörfunksender in Deutschland gemeinsam tragen, werden Personen und Sendungen geehrt, die in besonderer Weise durch ihre Qualität die Stärken und Möglichkeiten des Mediums vorführen und hervorheben. Über die Gewinner entscheidet eine unabhängige, elfköpfige Jury aus Kritikern, Radioreportern und Medienwissenschaftlern, deren Vorsitz kress-Korrespondent Torsten Zarges innehatte. Sie vergab Auszeichnungen in zehn Kategorien sowie zwei Sonderpreise. Insgesamt hatten 120 öffentlich-rechtliche und private Radiosender 252 Produktionen ins Rennen um den Deutschen Radiopreis 2012 geschickt.

Die Gewinner im Einzelnen
  • Beste Comedy: radio ffn, "Die Welt in 30 Sekunden", Jan Zerbst
  • Bestes Interview: WDR2-Sonntagsfragen, Gisela Steinhauer und Gabriele Hufnagel-Mertens
  • Beste Programmaktion: Klassik Radio, "Beethoven für Alle", Bettina Zacher und Stephan Heller
  • Beste Innovation: detektor.fm, CrowdRadio, Christian Bollert und Marcus Engert
  • Beste Morgensendung: NDR 2, "Ponik & Petersen – Der NDR 2 Morgen", Ilka Petersen und Holger Ponik
  • Beste Moderatorin: LandesWelle Thüringen, "Der LandesWelle FrühstücksClub", Sina Peschke
  • Bester Moderator: hr1, "Reinke am Samstag", Werner Reinke
  • Beste Reportage: SWR2, "Muamar al Gaddafi: Aufstieg und Fall eines Despoten" von Martin Durm
  • Beste Sendung: Deutschlandradio Kultur, "The crazy never die - Die Lange Nacht des Hunter S. Thompson" mit Monika Künzel und Tom Noga
  • Bestes Nachrichtenformat: RPR1, "Der Tag in Rheinland-Pfalz", Jens Baumgart und Patrik Buchmüller

Sonderpreise der Jury gingen an: Arno Müller, Moderator und Programmmacher von 104.6 RTL, für sein Lebenswerk und an Udo Lindenberg für seine Rolle, die er für die deutsche Wiedervereinigung spielte.

Prominente Live-Acts und Gäste

Doch nicht nur auf der Bühne, auf der sich außer Gewinnern und Laudatoren auch Acts wie die Pet Shop Boys, Ed Sheeran und Udo Lindenberg austobten, auch unter den Gästen der Gala tummelten sich zahlreiche Showgrößen und Lokalprominenz aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft. Gesichtet wurden u.a. Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", Gruner+Jahr-Vorstand Torsten-Jörn Klein, Béla Anda, Mitglied der "Bild"-Chefredaktion, der Sänger Sasha und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert, der auch auf der Gästeliste stand, war im Gewimmel nicht auszumachen. Er hatte an diesem Abend einen anderen Grund zum Feiern: Wenige Stunden vor der Verleihung des Deutschen Radiopreises war seine Ehefrau, Julia Jäkel, in den Vorstand des Hamburger Verlagshauses Gruner+Jahr berufen worden (kress.de vom 6. September 2012).

Die Gala wurde als Livestream ins Internet übertragen und war zeitversetzt in sieben Dritten Fernsehprogrammen der ARD sowie auf EinsPlus zu sehen. 61 private und öffentlich-rechtliche Radiosendern strahlten die Veranstaltung aus – 58 von ihnen live.

Kooperationspartner waren erneut die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale, das Grimme-Institut, das die Arbeit der Jury betreute, und die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung lag beim Norddeutschen Rundfunk.

Ihre Kommentare
Kopf
Guenter Yogi Lauke

Guenter Yogi Lauke

LaukeMedia&music4U

07.09.2012
!

OH....MYGOODGOD!
Die Schönebergers Barbaaara schon wieder schwanger!
Na...das wird ja wieder einen Zauber in der ndr-Talkshow geben!
"Wetten dass?"


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