"Kesslers Knigge" in Frankreich, "Knallerfrauen" in China: Export-Erfolge für Comedy-Fachmann Hirschberg

 

TV-Produzent Georg Hirschberg kann sich über zwei Export-Erfolge seiner Comedy-Schmiede Prime Productions freuen. Die Rechte am Sat.1-Format "Kesslers Knigge" sind nach Frankreich verkauft, "Knallerfrauen" als fertiges Programm nach China.

TV-Produzent Georg Hirschberg kann sich über zwei Export-Erfolge seiner Comedy-Schmiede Prime Productions freuen. Der ProSiebenSat.1-Vertrieb Red Arrow International hat die Rechte am Sat.1-Format "Kesslers Knigge" nach Frankreich verkauft, wo bald eine lokale Pilotproduktion entstehen soll. Die Sketch-Comedy "Knallerfrauen" mit Martina Hill ist als fertiges Programm nach China verkauft worden. "Deutsche Comedy ist per se nicht unbedingt ein Exportschlager", sagt Hirschberg im kress-Interview. "Ausnahmen bestätigen die Regel."

"Das Interesse des chinesischen Senders war geweckt worden, nachdem unsere Sketche aus 'Knallerfrauen' plötzlich mit chinesischen Untertiteln bei YouTube zu finden waren", so Hirschberg weiter. "Manchmal führt Piraterie sogar zum Geschäftserfolg." Finanziell hält sich der Wert des Geschäfts jedoch in Grenzen. Als Produzent partizipiere er daran "ungefähr in der Größenordung einer Frühlingsrolle".

Im Rennen um den Deutschen Comedypreis macht Hirschberg sich Ende Oktober mit seinen ZDF-Produktionen "heute-show" und "Nicht nachmachen!" selbst Konkurrenz. Anders als bei der "Daily Show" mit Jon Stewart in den USA sieht der Produzent bei der "heute-show" kein Potenzial für mehr als eine Sendung pro Woche. "Sender wie Fox News oder MSNBC jagen jeden Tag viel mehr Säue durchs politische Dorf - mit viel höherer Geschwindigkeit und viel stärkerer ideologischer Ausprägung", so Hirschberg. "Im Vergleich dazu geht es in Deutschland unverhältnismäßig gesittet und pragmatisch zu. Unser politisches Führungspersonal ist - relativ gesehen - von ausgesprochener Seriosität."

Was Hirschberg über das internationale Comedy-Formatgeschäft, über seinen Großkunden ZDF und über rückläufige Sendeplätze bei ProSiebenSat.1 sagt, lesen Abonnenten exklusiv im neuen kressreport 19/12. Gratis-Probeabo gefällig?

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