Neuer ProSieben-Polit-Talk: Raab freut sich über ARD-Kritik und Gäste-Resonanz

13.09.2012
 

Stefan Raab hat am Mittwochabend in Hamburg seine neue Politik-Talkshow "Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen" vorgestellt. Raab sagte laut dpa, dass er sich über die ARD-Kritik an seinem Konzept "sehr gefreut" habe. "Weil in der Regel heißt das, dass das ein absoluter Kracher wird, wenn die ARD was scheiße findet."

Stefan Raab hat am Mittwochabend in Hamburg seine neue Politik-Talkshow vorgestellt. Raab sagte laut dpa, dass er sich über die ARD-Kritik an seinem Konzept "sehr gefreut" habe. "Weil in der Regel heißt das, dass das ein absoluter Kracher wird, wenn die ARD was scheiße findet."

Raab wurde dem Bericht zufolge auf der Pressekonferenz in Hamburg mehrfach nach den Gästen seiner ersten Sendung gefragt. Raabs Antwort: "Die Gäste machen Sie doch an den Themen fest." Das könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. "Ich sehe schon, Sie glauben nicht, dass da Leute hinkommen. Machen Sie sich keine Sorgen!" Das bisherige Feedback auf seine Pläne stimme ihn positiv: "Uns wird gerade die Bude eingerannt - wir haben im Prinzip die freie Auswahl."

Der "Spiegel" hatte am Wochenende ein Interview mit Raab gebracht, in dem der ProSieben-Moderator den Sonntagabend-Talk "Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen" ankündigte. Die 90-minütige Live-Sendung soll nach dem ProSieben-Spielfilm laufen. Auf dem Sendeplatz kollidiert Raab mit dem ARD-Talk "Günther Jauch". Raab sieht Jauch aber nicht als direkten Konkurrenten: Man orientiere sich nicht an anderen, sondern mache das, was man für richtig halte. Außerdem bewege man sich in einem ganz anderen Altersumfeld, so Raab in Hamburg.

Bis zu fünf Talkgäste - "zwei bis drei Berufspolitiker, ein Promi und ein Normalbürger" - diskutieren in der neuen Raab-Show  mit dem Ziel, die absolute Mehrheit der Zuschauer hinter sich zu versammeln. Am Ende winken 100.000 Euro Preisgeld. Was der Gewinner mit dem Geld mache, bleibe ihm selbstverständlich überlassen, so Raab.

Dass in nur einer Sendung bis zu vier verschiedene Themen behandelt würden, rechtfertigte Raab so: Das Fernsehpublikum könne und wolle ein tiefes Eindringen in Themen ja gar nicht nachvollziehen. Wer wolle, könne ja die Debatten des Bundestages einschalten.

Ihre Kommentare
Kopf
Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

13.09.2012
!

DSDSP?
Selten hat ein Moderator schon vorab so zynisch deutlich gesagt, für wie blöd er sein Publikum hält.: Ein tiefes Eindringen in Themen könne das Publikum nicht nachvollziehen? Und das ist dergestalt vorselektiert wahrscheinlich tatsächlich so blöd, diese Beschimpfung gar nicht wahrzunehmen und begeistert den Populisten des Abends weiterzuwählen… Es wäre eine schöne Überraschung, wenn der Zyniker eines Besseren belehrt würde.


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