Der Defizite überdrüssig: Oschmann will Nürnberger "AZ" verkaufen

 

Der Nürnberger Verleger Gunther Oschmann will sich offenbar von der Nürnberger Ausgabe der "Abendzeitung" trennen. Sollte es ihm nicht gelingen, in den kommenden Tagen einen Investor zu finden, stehe das Blatt vor dem Aus, schreibt der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) in einer Mitteilung.

Der Nürnberger Verleger Gunther Oschmann will sich offenbar von der Nürnberger Ausgabe der "Abendzeitung" trennen. Sollte es ihm nicht gelingen, in den kommenden Tagen einen Investor zu finden, stehe das Blatt vor dem Aus, schreibt der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) in einer Mitteilung.

Oschmann, Herr über Radio- und TV-Beteiligungen, Telefonbuch- und Kinderbuchverlage (Tessloff), hatte die Nürnberger Ausgabe der Boulevardzeitung im Februar 2010 von der Münchner Verlegerfamilie Friedmann übernommen (kress.de vom 2. Februar 2010). Im Jahr darauf ließ er das Blatt überarbeiten, stellte weitere Redakteure ein und baute in Nürnberg eine eigene Mantelredaktion auf (kress.de vom 30. Mai 2011).

Oschmanns Erwartungen haben sich aber nicht erfüllt: Die Zahl der verkauften Exemplare sank trotz Übernahme und Relaunch weiter und betrug zuletzt 13.837 (IVW 2/2012). Das sind gut 9% weniger als im Vorjahreszeitraum. Der BJV kolportiert, dass der Verleger pro Ausgabe einen höheren vierstelligen Betrag aus seinem Privatvermögen zuschießen müsse. Die Nürnberger "Abendzeitung" hat rund 50 Mitarbeiter, davon sind 25 Redakteure.

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