Irische Datenschützer stellen gutes Zeugnis aus: Facebook schaltet Gesichtserkennung ab

22.09.2012
 

Thomas Knüwer spricht in seinem Blog von einem Schlag gegen die PR-Lust von Thilo Weichert und einem Hieb gegen Ilse Aigner. Die irische Datenschutzbehörde legte am Freitag ihren Prüfbericht für Facebook vor und zeigte sich darin weitgehend zufrieden damit, wie ihre Empfehlungen umgesetzt wurden.

Thomas Knüwer spricht in seinem Blog von einem schweren Schlag gegen die PR-Lust deutscher Datenschützer wie den schleswig-holsteinischen Thilo Weichert und einem Hieb gegen Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Die irische Datenschutzbehörde legte am Freitag ihren aktuellen, fast 200 Seiten starken Prüfbericht für Facebook vor und zeigte sich darin weitgehend zufrieden damit, wie ihre Empfehlungen von Dezember 2011 (kress.de vom 22. Dezember 2011) von dem sozialen Netzwerk umgesetzt wurden. Nach wie vor müsse Facebook aber unter anderem bei den Datenschutzinformationen für bestehende Nutzer nachbessern. 

Gleichzeitig gab die für die Kontrolle von Facebook zuständige Datenschutzbehörde in Dublin bekannt, dass Facebook die viel kritisierte Gesichtserkennungsfunktion in Europa gekappt habe. Bis zum 15. Oktober wolle man alle bereits erfassten biometrischen Daten von Nutzern löschen, versprach das Unternehmen. Die Funktion sei bereits für alle Nutzer der Europäischen Union abgeschaltet gewesen und werde jetzt komplett auf Eis gelegt.

Mit Hilfe der automatischen Gesichtserkennung wollte es Facebook seinen Nutzern erleichtern, Freunde in Fotos zu finden und zu markieren. Deutsche Datenschützer forderten, dass Facebook seine Nutzer ausdrücklich um Erlaubnis fragen müsste, ob es die Funktion freischalten dürfe. Denn eine riesige Datenbank mit dem "Gesichtsabdruck" von Millionen Mitgliedern berge immenses Risiko- und Missbrauchspotential.

Facebook will nun nach eigenen Angaben einen "einheitlichen Ansatz" finden, um alle Nutzer über das Feature aufzuklären. Man hoffe, dass man danach das "großartige Hilfswerkzeug" auch in Europa wieder zur Verfügung stellen könne. 

Ihre Kommentare
Kopf

Karl S. Walter

23.09.2012
!

Und? Wird es umbenannt in Nofacebook?


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