Investoren gesucht: dapd nachrichten GmbH stellt Insolvenzantrag

 

Überraschende Nachricht aus Berlin: Die dapd nachrichtenagentur GmbH und die dapd nachrichten GmbH haben beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Grund dafür sei die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaften, heißt es in einer Mitteilung.

Überraschende Nachricht aus Berlin: Die dapd nachrichtenagentur GmbH und die dapd nachrichten GmbH haben beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Grund dafür sei die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaften, heißt es in einer Mitteilung.

Darüber hinaus würden sechs weitere Gesellschaften der dapd-Gruppe am 4. Oktober Insolvenz anmelden. Betroffen sind die dapd Korrespondenz und Recherche GmbH, die dapd International Service GmbH, die dapd Sport GmbH, die dfd Foto Service GmbH, die dapd video GmbH und die News and Medien Service Exklusiv GmbH. Alle übrigen 18 Gesellschaften der Gruppe sowie die dapd media holding AG, sind von der Zahlungsunfähigkeit nicht berührt. Insgesamt betreffen die Anträge 299 der 515 Mitarbeiter der dapd-Gruppe.

Die beiden Geschäftsführer der betroffenen Gesellschaften, Martin Vorderwülbecke und Cord Dreyer, legten ihre Ämter mit sofortiger Wirkung nieder. Wolf von der Fecht, Insolvenzexperte und Partner der Düsseldorfer Sozietät Metzeler von der Fecht, wurde zum alleinigen Geschäftsführer berufen. Er werde in den kommenden zwei Monaten "prüfen, in welcher Form eine nachhaltige Fortführungsperspektive bestehen kann", heißt es in der Mitteilung. Dreyer werde ihm dabei beratend zur Seite stehen.

Von der Fecht sagte, dass es langfristiges Ziel sei, die Gesellschaften wieder profitabel auszurichten und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Dabei werde er gezielt den Dialog mit Investoren suchen. "Die dapd steht auch weiterhin für Qualitätsjournalismus", so der neue Geschäftsführer. Die Nachrichtenproduktion soll während des laufenden Insolvenzverfahrens fortgesetzt werden. 

Zuletzt hatte die dapd verkündet, Spot on news, eine Agentur für Unterhaltung und Lifestyle, auf den Markt zu bringen, der Tobias Lobe als Chefredakteur vorsteht (kress.de vom 24. September 2012). 

 

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