Deutscher Fernsehpreis 2012: "The Voice of Germany" und Joko & Klaas gewinnen

 

Konzept, Jury und "sensationelle Stimmen" überzeugten die Fernsehpreisjury von "The Voice of Germany". Die Castingshow wurde am Dienstag, 2. Oktober, bei der 14. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in der Kategorie "Beste Unterhaltung" ausgezeichnet. Die Sendung setzte sich gegen das Quizformat "Rette die Million! - das Quiz mit Jörg Pilawa" und die Action-Weltreise "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" durch.

Konzept, Jury und "sensationelle Stimmen" überzeugten die Fernsehpreisjury von "The Voice of Germany" (ProSieben/Sat.1/Schwartzkopff TV/Talpa Distribution). Die Castingshow wurde am Dienstag, 2. Oktober, bei der 14. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in der Kategorie "Beste Unterhaltung" ausgezeichnet. Die Sendung setzte sich gegen das Quizformat "Rette die Million! - das Quiz mit Jörg Pilawa" (ZDF/Endemol Deutschland/Herr P) und die Action-Weltreise "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" (ProSieben/Endemol Deutschland/F.l.o.r.i.d.a TV) durch.

Doch auch Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gingen nicht mit leeren Händen nach Hause. Sie gewannen in der Kategorie "Besondere Leistung Unterhaltung". "Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sind die neuen Stars des deutschen Entertainments, und es war ihr Jahr", so die neunköpfige, unabhängige Jury unter der Leitung von Christiane Ruff. "Nach wilden Lehrjahren bei Viva und MTV ('MTV Home') waren die beiden auf fast allen Kanälen zu sehen", so Ruff weiter. Joko und Klaas standen bereist für Formate wie "neoParadise"(ZDFneo), das Comedyquiz "ahnungslos" (ProSieben) und die Primetime-Shows wie "17 Meter", "Joko & Klaas - Die Rechnung geht auf uns" oder "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" bei ProSieben vor der Kamera. Außerdem bestreiten sie die 100. Folge des Arte-Talks "Durch die Nacht mit...".

Bester Fernsehfilm: "Das Ende einer Nacht"

Das Justizduell zweier starker Frauen in "Das Ende einer Nacht" (Regie: Matti Geschonneck, Buch: Magnus Vattrodt, ZDF/Network Movie), gewann den Preis als "Bester Fensehfilm" vor "Hannah Mangold & Lucy Palm" (Sat.1/Ninety Minute Film) und "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR/Hager Moss Film).

In der Kategorie "Beste Schauspielerin" konnten Barbara Auer und Ina Weisse ("Das Ende einer Nacht") jubeln. Bei den Männern setzte sich Wotan Wilke Möhring für seine schauspielerische Leistung in "Der letzte schöne Tag" durch.

Beste Serie: "Der letzte Bulle"

Bei den nominierten Serien ging "Der letzte Bulle" (Sat.1/ITV Studios Germany) als Sieger hervor. In der Kategorie "Beste Serie" nominiert, waren die internationale Koproduktion "Borgia" (ZDF/ORF/Canal+/Atlantique Productions/EOS Entertainment/Etic Films/Les Borgia SAS) sowie das NDR-Serienexperiment "Der Tatortreiniger" (NDR/ARD/Studio Hamburg).

Das Musiker-Format "Cover my Song" (Vox/Sony Pictures) wurde in der Kategorie "Bestes Dokutainment" ausgezeichnet. Martina Hill konnte sich mit ihrer Sketchcomedy "Knallerfrauen" (Sat.1/HPR TV) als "Beste Comedy" behaupten.

"stern TV" als "Beste Informationssendung" ausgezeichnet

Bei der Dokumentation siegte "Nine Eleven" (ZDF/3sat/Arte). Den Preis für die "Beste Reportage" konnten sich die "ZDFzoom: Mr. Karstadt"-Macher abholen. Als "Beste Informationssendung" ehrte die Jury Steffen Hallaschka mit "stern TV" (RTL/i&u tv). Im Jahr der großen Sportereignisse (Fußball-EM, Olympia) überzeugen Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl als neues Team in der Sportberichterstattung zur Uefa-Fußball-Europameisterschaft (ARD).

Unter den diesjährigen Mehrteilern setzt sich die Bestsellerverfilmung "Der Mann mit dem Fagott" (ARD/Degeto/ORF/Ziegler Film/Graf Film) durch.

"Förderpreis" ging an das "Roche & Böhmermann"-Produzentenduo

Philipp Käßbohrer und Matthias Schulz wurden von den Moderatoren ihrer Sendung mit dem diesjährigen Förderpreis überrascht. Die Moderatoren Charlotte Roche und Jan Böhmermann übergaben den mit 15.000 Euro dotierten Preis an die zwei Nachwuchsproduzenten.

Publikumspreis: Frühstücksfernsehen

Als Sieger aus dem Rennen der Morgenmagazine geht "moma - Das Erste am Morgen" vom Platz. Das ARD-Format mit den Moderatoren Anne Gesthuysen, Sven Lorig, Anna Planken, Peter Großmann und Redaktionsleiter Martin Hövel steht in der Zuschauergunst vor dem "Sat.1 Frühstücksfernsehen", "mo:ma" (ZDF) und "Punkt 6/Punkt 9" (RTL). Bis zur Preisverleihung wurde noch online sowie telefonisch abgestimmt.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die Stifter sind in diesem Jahr: Anke Schäferkordt (Geschäftsführerin Mediengruppe RTL Deutschland), Vorsitz, Monika Piel (Intendantin WDR/für die ARD), Nicolas Paalzow (Geschäftsführer Sat.1) und Thomas Bellut (Intendant ZDF).

Die Mitglieder der diesjährigen Jury sind: Dieter Anschlag (Chefredakteur "Funkkorrespondenz"), Else Buschheuer (Schriftstellerin und Moderatorin), Lutz Carstens (Chefredakteur "TV Spielfilm"), Annette Frier (Schauspielerin), Leopold Hoesch (Gf. Broadview TV GmbH), Christoph Keese (Gf. Public Affairs, Axel Springer AG), Torsten Körner (Journalist), Christiane Ruff (Produzentin, Vorsitz) und Klaudia Wick (freie Journalistin, stellv. Vorsitz).

Die Jury entschied am Tag der Gala über die Preisträger. Die Entscheidungssitzung vom Tod des Schauspielers und Entertainers Dirk Bach (kress.de vom 1. Oktober 2012) überschattet.

Das ZDF strahlt die Gala am Donnerstag, dem 4. Oktober ab 20:15 Uhr aus.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.