Hamburger Landgericht urteilt: Ex-NDR-Filmchefin Heinze bekommt Bewährungsstrafe

 

Urteil in der "NDR-Drehbuchaffäre" gefällt: Die ehemalige NDR-Fernsehfilmchefin Doris Heinze, 63, ist vom Hamburger Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Gericht setzte das Strafmaß auf Bewährung aus. Das meldet die Nachrichtenagentur dapd.

Urteil in der "NDR-Drehbuchaffäre" gefällt: Die ehemalige NDR-Fernsehfilmchefin Doris Heinze, 63, ist vom Hamburger Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Gericht setzte das Strafmaß auf Bewährung aus. Das meldet die Nachrichtenagentur dapd. Die Richter sahen es am Montag als erwiesen an, dass Heinze dem NDR als Filmchefin mehrere Drehbücher von sich und ihrem Mann Claus Strobel unter Pseudonym untergeschoben hatte. Die Affäre war im Sommer 2009 ans Licht gekommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche eine Freiheitsstrafe von drei Jahren für Heinze gefordert. Ihr Verteidiger plädierte auf sieben Monate auf Bewährung.

Heinzes Mann zu Geldstrafe verurteilt

Vor der Wirtschaftsstrafkammer waren auch Claus Strobel und die Münchner Produzentin Heike Richter-Karst angeklagt, die damals die Reihe "Polizeiruf 110" für den NDR umgesetzt hatte. Das Gericht verurteilte Strobel und Richter-Karst am Montag jeweils zu einer Geldstrafe.

Der Prozessauftakt am Hamburger Landgericht war bereits im Juli. Das Urteil hätte im September fallen sollen. Beweisanträge der Verteidigung verzögerten den Prozess immer wieder.

Hintergrund: Heinze hatte unter den Decknamen Marie Funder und Niklas Becker Drehbücher von sich und ihrem Mann beim NDR untergebracht. Daraufhin wurden ihr Bestechlichkeit in vier Fällen, schwerer Untreue in drei Fällen und Betrug vorgeworfen. Im Juni 2010 hatte Heinze mit dem NDR einen Vergleich geschlossen. Darin einigten sich die beiden Parteien auf die fristlose Aufkündigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Rückzahlung strittiger Honoraransprüche (kress.de vom 22. Juni 2010).

Im Juli dieses Jahres hatte sie zum ersten Mal vor dem Hamburger Landgericht ausgesagt und ihr Verhalten als "irre großen Fehler" bezeichnet. "Ich hatte die ganze Zeit natürlich ein schlechtes Gewissen", sagte sie laut einem dpa-Bericht (kress.de vom 13. Juli 2012). Allerdings habe sie die Drehbuchstoffe ihres Mannes und ihre eigenen haben wollen. Ihre einfache Begründung: "Ich fand die Stoffe wirklich gut."

Ihre Kommentare
Kopf
Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

08.10.2012
!

Wenn ihr die Ruhe zur Entwicklung wirklich guter Stoffe durch die sehr witzige Bewährung genommen wird (wer sollte ihr denn Gelegenheit geben, rückfällig zu werden?), dann dauert es wohl noch etwas länger bis die Autobiografie herauskommt, „Jenseits der Kontrolle“ … 


Guenter Yogi Lauke

Guenter Yogi Lauke

LaukeMedia&music4U

08.10.2012
!

Find ich gar nicht WITZIG!
Was soll das?

Bewährung???

Is ja wie in den NEBuLä! Da wurden der (VEB) MDR Leipzig & der (VEB) KIKA Erfurt regelecht ausgeplündert, denn Erich Honecker hat ja schon gesagt:

"Wir können aus den Betrieben noch mehr herausholen!"


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