dpa plant keine dapd-Übernahme: "Weder kartellrechtlich möglich noch sinnvoll"

 

Michael Segbers (Foto), 60, Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur (dpa), hat sich erstmals vor seinen Mitarbeitern zur dapd-Insolvenz geäußert. Das berichtet die "Frankfurter Allgemein Zeitung" ("FAZ") in ihrer Freitagsausgabe.

Michael Segbers (Foto), 60, Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur (dpa), hat sich erstmals vor seinen Mitarbeitern zur dapd-Insolvenz geäußert. Das berichtet die "Frankfurter Allgemein Zeitung" ("FAZ") in ihrer Freitagsausgabe.

"Eine weitgehende Übernahme der dapd-Firmen durch dpa ist weder kartellrechtlich möglich noch wirtschaftlich sinnvoll", zitiert die "FAZ" den dpa-Geschäftsführer. Einzelne Teile zu übernehmen, könne er sich jedoch vorstellen. Allerdings müsse erst geprüft werden, ob dies möglich, gewünscht und bezahlbar sei. Zurzeit sucht Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht nach Investoren (kress.de vom 2. Oktober 2012). Mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland soll es bereits geben.

Trotz der dapd-Insolvenz hält Segbers Deutschland weiterhin für den "wettbewerbsintensivsten Agenturmarkt der Welt". Hier kämpfen zurzeit sechs Konkurrenten um die Kunden. Davon, dass die dpa jetzt zum "Nachrichten-Monopolisten" werde, könne, so Segbers gegenüber seinen Mitarbeitern, keine Rede sein. Inzwischen hat ein dpa-Sprecher den FAZ-Bericht gegenüber kress.de bestätigt. Ob die dpa derzeit prüfe, Teile der insolventen dpa-Firmen zu übernehmen, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

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