Stefan Aust bei Gesprächen dabei: N24 soll an insolventer dapd interessiert sein

13.10.2012
 

Der Fernsehsender N24 hat angeblich ein Auge auf die insolvente Nachrichtenagentur dapd geworfen. Vertreter der N24-Geschäftsführung sollen sich vergangene Woche mit Wolf von der Fecht getroffen haben, dem alleinigen Geschäftsführer der insolventen dapd-Gesellschaften. Dies berichtet der "Kontakter".

Der Fernsehsender N24 hat angeblich ein Auge auf die insolvente Nachrichtenagentur dapd geworfen. Vertreter der N24-Geschäftsführung sollen sich vergangene Woche mit dem Insolvenzexperten Wolf von der Fecht getroffen haben, der als alleiniger Geschäftsführer der insolventen dapd-Gesellschaften Ausschau nach Investoren hält. Dies berichtet der Branchendienst "Kontakter" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Branchenkreisen zufolge war Thema des Treffens, ob sich N24 als Partner an der angeschlagenen Agentur beteiligt und an einem Fortführungskonzept des Nachrichtenlieferanten mitarbeitet. An dem Gespräch soll dem Vernehmen nach auch der ehemalige "Spiegel"-Chefredakteur und N24-Gesellschafter Stefan Aust teilgenommen haben.

Aust hat sich bei N24 als Sanierer bewährt. Er hat geholfen, die Ertragslage des ehemaligen P7S1-Nachrichtensenders durch einen geschickten Umbau klar zu verbessern. Heute ist der TV-Kanal nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 1,4% bei den 14- bis 49-Jährigen Marktführer unter den Nachrichtensendern.

Stefan Aust betonte auf Anfrage des "Kontakter", dass er über Namen seiner Gesprächspartner generell keine Auskunft gibt. Sprecher von N24 sowie des dapd-Insolvenzexperten von der Fecht wollten sich ebenfalls nicht äußern.

Die Nachrichtenagentur dapd war vor rund 14 Tagen überraschend in die Insolvenz gerutscht.

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