Baumgartner schafft Fabelrekord auf YouTube

Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner hat am Sonntagabend mit seinem Sprung aus 39 Kilometer Höhe nicht nur diverse Höchsleistungen im Skydiving aufgestellt, sondern auch im Netz Rekorde geknackt. Google teilte in einem Blog-Eintrag mit, dass mehr als 8 Mio Menschen den Sprung gleichzeitig auf YouTube per Livestream verfolgt hätten ("most concurrent views ever on YouTube").

Wie der "Standard" berichtet, soll die bisherige YouTube-Bestmarke bei 500.000 gelegen haben, aufgestellt bei den Olympischen Spielen im Sommer. Die Resonanz beim Baumgartner-Sprung war also fast 16 Mal so hoch und stellte die Server am Sonntag, zur besten Sendezeit, auf eine harte Belastungsprobe.

Laut "Standard", der sich auf auf einen Google-YouTube-Mitarbeiter bezieht, soll sogar in Erwägung gezogen worden sein, Baumgartner mit "Google-Glasses" auszustatten. Damit hätte der gesamte Flug aus seiner direkten Sichtperspektive gefilmt werden können. Externe Faktoren hätten allerdings eine sichere Umsetzung dieses Vorhabens verhindert.

"Wir haben gerade Mediengeschichte verfolgt"

Jubeln werden auch Sponsor Red Bull und der österreichische Sender Servus TV, der das Event live übertrug. Red Bull soll der Sprung 50 Mio Euro Wert gewesen sein, die Werbewirkung dürfte ungleich höher gewesen.

Auf Twitter gab es viel Beifall für die Inszenierung, auch von bekannten deutschen Bloggern und Journalisten: Richard Gutjahr schrieb: "Habe heute Geschichte gesehen; Marketing- aber auch TV-Geschichte. Gratulation an alle Mitwirkenden. Das war großes Kino!". Und: "So muss das damals bei der Mondlandung gewesen sein." Und weiter: "Blitz-Umfrage: Wer von Euch hat heute zum ersten Mal Servus-TV geschaut (einprogrammiert)?" Thomas Knüwer twitterte: "Wir haben gerade Wissenschafts- und Mediengeschichte verfolgt." "Sorry, alte TV-Welt. Global geht jetzt ohne dich!", schrieb Ralf Klassen von "stern.de". Webdesigner Marc Hinse konnte sich folgenden Gruß nicht verkneifen: "Hey @RTL und @n-tv guckt mal, was da ein Provinzsender aus Österreich (!) aus einem Event machen kann,ohne es total zu verkacken."

 

Auch Servus TV meldet Senderrekord

Update: Auch Servus TV meldet einen Senderrekord: Im Internet hätten auf der Servus-TV-Site 154.00 User das Live-Geschehen gleichzeitig im Stream verfolgt. Insgesamt seien über 1 Mio Videos abgerufen worden. Der Red-Bull-Sender hatte 10 Stunden von dem Event live berichtet.

15.10.2012
Ihre Kommentare
Kopf
Gerhard Graf

Gerhard Graf

GGmedia
Inhaber

15.10.2012
!

Stimmt nicht - die richtige Formulierung wäre "ein einzelnes Ereignis in seinem Verlauf angeclickt". Wann auch immer, und wie lange auch immer die jeweilige Verweildauer war. "Gleichzeitig auf YouTube per Livestream verfolgt" ist was völlig Anderes, das weiß Google gar nicht...


Social Punk

15.10.2012
!

Toll, dass Sie auf den Erfolg von Servus TV hinweisen. In unseren Augen ist der kleine österreichische Sender der größte Profiteur der ganzen Mission, abzulesen vor allem an den Social-Media-Werten, die Servus TV in den vergangenen Tagen erreicht hat. Mehr dazu bei uns im Blog: http://tinyurl.com/bv8noos


Marc Bartl

Marc Bartl

Johann Oberauer GmbH
Chefredakteur kress.de

15.10.2012
!

Lieber Herr Graf, danke für den Hinweis!


Gerhard Graf

Gerhard Graf

GGmedia
Inhaber

15.10.2012
!

Aber gerne doch :-))


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Weitere Beiträge zu diesem Thema
Kress Pro Magazin
2020/#02

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Mit dpa-Chef Peter Kropsch steht die Agentur vor dem größten Umbau ihrer Geschichte. Was sich für die Kunden alles ändert. Dazu: Wie schlagen sich Steingarts Erben bei der Handelsblatt Media Group?

Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2020/#02

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Mit dpa-Chef Peter Kropsch steht die Agentur vor dem größten Umbau ihrer Geschichte. Was sich für die Kunden alles ändert. Dazu: Wie schlagen sich Steingarts Erben bei der Handelsblatt Media Group?

Inhalt konnte nicht geladen werden.