Männerzeitschriften haben's schwer: "Maxim" wird zum zweiten Mal eingestellt

 

Der Liechtensteiner Verlag New Level Establishment ("Praline") stellt die deutschsprachige Ausgabe des Männermagazins "Maxim" mit der aktuellen Ausgabe ein. Das Magazin wird "mangels wirtschaftlicher Perspektive" vom Markt genommen, sagte eine Sprecherin zu kress.de.

Der Liechtensteiner Verlag New Level Establishment ("Praline") stellt die deutschsprachige Ausgabe des Männermagazins "Maxim" mit der aktuellen Ausgabe ein. Die Zeitschrift wird "mangels wirtschaftlicher Perspektive" vom Markt genommen, sagte eine Sprecherin zu kress.de. Die "Maxim"-Redaktion werde innerhalb des Verlags neue Aufgaben bekommen. Nach Angaben des "Maxim"-Vermarkters Anzeigenservice Urbanek wurden zuletzt 65.000 Exemplare des Magazins gedruckt. Eine Anzeigenseite kostete 1.200 Euro.

Hintergrund: Bereits im März 2009 senkte der Verlag Marquard Media angesichts der bröckelnden Auflage und des einbrechenden Anzeigengeschäfts den Daumen für das Heft (kress.de vom 27. März 2009). In Marquard-Regie erreichte das monatliche Magazin zuletzt eine Auflage von 117.191 verkauften Exemplaren (IVW 4/2008), davon 45.005 am Kiosk.

Mitte Juli 2009 übernahm der "Praline"-Herausgeber Robert Gabor die Zeitschrift und brachte sie mit Chefredakteur Mike Bleibtreu wieder zurück an den Kiosk (kress.de vom 26. Juni 2012). Seit Anfang 2010 erschien der Titel dann nur noch alle zwei Monate in einer Druckauflage von 100.000 Exemplaren.

"Maxim" ist ein Titel der britischen Mediengruppe Dennis Publishing und erscheint weltweit. Die deutsche Ausgabe startete 2001, Lizenznehmer war zunächst Axel Springer. Anfang 2008 reichte der Verlag die deutsche Ausgabe an die Marquard Media AG weiter.

Männerzeitschriften haben's schwer

Nackte Frauen sind kein Kassenschlager: 2008 musste Bauer sein Männer-Lifestyle Magazin "Matador" einstellen. "In einem außerordentlich schwierigen Marktumfeld" habe man die wirtschaftlichen Ziele nicht erreichen können, hieß es damals (kress.de vom 27. März 2008). Auch das Ex-Bauer-Heft "FHM" hat es nicht leicht: Ende 2010 wurde bekannt, dass die Egmont-Holding ihren Tochter-Verlag Mitte Editionen zumacht und die Männerzeitschrift "FHM" mit ihren Ablegern "Die Girls von FHM" und "FHM collections" nicht mehr herausgeben wird (kress.de vom 26. November 2010). Bauer fand Anfang 2011 einen neuen Lizenznehmer für die deutsche Ausgabe des Männermagazins - den Münchner Verlag All Type Media (kress.de vom 4. Januar 2011). Auch das Männermagazin "Penthouse" musste schon einen neuen Anlauf wagen (kress.de vom 11. Januar 2010).

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