Bei RTL II gefloppt, jetzt im Auslandsvertrieb: "Zollfahnder" und "Zugriff" stoßen auf internationales Interesse

 

TV-Produzent Frank Schmidt löst mit seinen Scripted-Reality-Formaten "Zugriff - Jede Sekunde zählt" und "Die Zollfahnder - Hart an der Grenze" Interesse im Ausland aus. Verkauft sind die Formatrechte bereits in die Ukraine, Verhandlungen laufen mit Interessenten aus Frankreich, Spanien oder Japan.

TV-Produzent Frank Schmidt löst mit seinen Scripted-Reality-Formaten "Zugriff - Jede Sekunde zählt" und "Die Zollfahnder - Hart an der Grenze" Interesse im Ausland aus. Der britische Programmvertrieb Can't Stop Media der früheren Zodiak-Manager Matthieu Porte und Andreas Boenisch hat sie unter den Titeln "Special Forces" und "Customs Investigators" in sein Portfolio aufgenommen. Verkauft sind die Formatrechte bereits in die Ukraine, dort soll im Herbst eine lokale Produktion beginnen. Verhandlungen laufen mit Interessenten aus Frankreich, Spanien, Skandinavien, den Niederlanden und Japan.

Ursprünglich hatte Schmidt die Reihen mit seiner Kölner Firma Blueprint TV-Productions für RTL II produziert. Dort liefen sie von Ende August bis Mitte Oktober am Samstagabend - mit miesen Marktanteilen von 3,5% bzw. 3,6%. "Zugriff" spielt SEK-Einsätze bei Geiselnahmen, Entführungen oder Gewalttaten nach, "Die Zollfahnder" haben Observationen und Einsätze echter Zolleinheiten zum Vorbild. "Wir sind zur rechten Zeit am richtigen Ort", so Schmidt zu kress. "Die Welt schaut verstärkt nach Scripted Reality. Hier gibt es einen steigenden Programmbedarf zu decken."

Ein weiteres Blueprint-Format, das im deutschen TV noch gar nicht angelaufen ist, steht dem Vernehmen nach kurz vor Optionsvereinbarungen für den US-Markt, Großbritannien, Australien, Frankreich, Spanien und weitere Märkte: "Extreme Survivors" zeigt Unfälle und Katastrophen, die die Betroffenen wie durch ein Wunder überlebt haben. Ähnlich wie beim Blueprint-Format "Schneller als die Polizei erlaubt" werden echte Amateurvideos mit nachgespielten Szenen zur Vorgeschichte und zur Rettung kombiniert. Unter dem deutschen Titel "Schwerstarbeit für Schutzengel" produziert Blueprint bis Dezember 14 Folgen für Vox, die voraussichtlich 2013 auf Sendung gehen.

Wie Frank Schmidt mit vermeintlichem Billig-TV für Aufregung in der deutschen Produzentenlandschaft sorgt, warum er den Fiction-Kollegen künftig auch auf deren eigenem Terrain Konkurrenz machen will und wie sich der Markt für Scripted Reality in Deutschland entwickelt, lesen Abonnenten exklusiv im neuen kressreport 22/12. Hier geht's zum kostenlosen Probeabo!

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