Herres-Vorschlag laut "Spiegel": Ein ARD-Polit-Talk soll weichen

28.10.2012
 

Wieder einmal sind ARD-Interna zum "Spiegel" gelangt. Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass ARD-Programmdirektor Volker Herres eine Reduzierung der Polit-Talkshows im Ersten vorgeschlagen hat. Dies soll aus einem vertraulichen Papier für die Programmklausur der Intendanten hervorgehen.

Wieder einmal sind ARD-Interna zum "Spiegel" gelangt. Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass ARD-Programmdirektor Volker Herres eine Reduzierung der Polit-Talkshows im Ersten vorgeschlagen hat. Dies soll aus einem vertraulichen Papier für die Programmklausur der Intendanten hervorgehen. Statt fünf soll es nur noch vier Gesprächsrunden geben.

Herres wolle zunächst eine Bilanz der bisherigen Erfahrungen mit den fast täglichen Plauderrunden ziehen - dann sollen die Intendanten entscheiden. Dort soll der Herres-Vorschlag dem "Spiegel" zufolge als mehrheitsfähig gelten.

Bleibt die Frage, welche Sendung weichen soll. Günther Jauch muss sich wohl keine Gedanken machen. Herres hatte Jauch noch im August gegen Kritik aus dem Programmbeirat verdeidigt: Jauch habe eine Art Themen aufzugreifen und genau die Fragen zu stellen, die das breite Publikum bewegen würden, stärkte der Programmchef seinem Polit-Talker den Rücken. Laut dem kress-Saisoncheck 2011/2012 ist Jauch beim jungen Publikum auch der erfolgreichste TV-Talker. 

Allerdings sollen Jauchs jüngste Talk-Einsätze, insbesondere die Sendung mit den Kachelmanns, bei den ARD-Chefredakteuren auf ein gemischtes Echo gestoßen sein, weiß der "Spiegel". In diesen Kreisen soll sogar darüber diskutiert werden, ob vielleicht nicht auch drei Plauderrunden pro Woche im Ersten ausreichen würden. Dann müssten allerdings sowohl NDR ("Anne Will", "Beckmann", "Günther Jauch") als auch WDR ("Hart aber fair", "Menschen bei Maischberger") auf jeweils ein Format verzichten.

Ihre Kommentare
Kopf
Guenter Yogi Lauke

Guenter Yogi Lauke

LaukeMedia&music4U

28.10.2012
!

Sehr guter VORSCHLAG!
Macht endlich SCHLUSS mit dem ewigen Gelaber mit den ewig gleichen Gestalten - die letztendlich doch NIX zu sagen haben...ausser GELABER!!!!!!


minka461

28.10.2012
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ich finde auch das nimmt über hand mit den Talkshows weil es in jeder sendung das selbe ist man hört nur noch griechenland und schulden.oder heute schon wieder bei jauch neonazi das war auch schon mal,seit über 10 jahren wurde nichts getan, die sollen sich lieber gedanken machen wie man die Totschläger von den Jungen bestraft und nicht wieder zwei laufen lassen bzw.sie sollen sich auf die socken machen und die anderén zu schnappen


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

28.10.2012
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Wie wäre es mit dem Modell "Tatort"? Feste Talk-Sendeplätze mit wechselndem Team/Moderator, zwei, drei Mal pro Woche? Sonntags alternierend Anne Will und Günter Jauch beispielsweise, etc.


Ulf J. Froitzheim

Ulf J. Froitzheim

Redaktionsbüro UJF.biz
Freier Journalist

28.10.2012
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Gute Idee. Ich bin z.B. daran gewöhnt, dass es verschiedene Polit-Magazine gibt. Auch das wollten einige ARD-Hierarchen ja schon abschaffen, weil die Zuschauer angeblich zu dumm sind, sich das zu merken. Eine Marke, ein Moderator, eine Verflachung, das ist modern. Mir langt z.B. Beckmann einmal im Monat. Wenn die Moderatoren sich rar machen, Redundanzen vermeiden und die Zeit in Originalität und Tiefgang investieren, haben alle was davon.

Aber uns, denen man das vorsetzt, fragt ja keiner.


Helmut Politz

28.10.2012
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Vor allen Dingen muss dieser unsägliche Weich-und Glattbügler Herres selbst weg und mit ihm alle genannten. Seit Christiansen rotieren die in einer Dauerschleife (Millionare dikutieren über Hartz IV Empfänger).
Auch all diese Schwiegersohntypen, Pilawa, Gottschalk, Kerner...deren grandiose Gehälter wir alle bezahlen. Wollen wir das? Einfach weg damit .

Helmut Politz


ich2012

29.10.2012
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Und was soll dann stattdessen gesendet werden?
Irgenwelche noch flachere, prollige Sendeformate im Stil irgendwelcher Dokusoaps können wir ganz bestimmt nicht brauchen in unserer Fernsehlandschaft. So oft kann Jauch gar nicht auftreten als dass seine Sendung schlechter wäre als irgend so eine "leichte Unterhaltung"


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

30.10.2012
!

@ich2012: Das wäre wohl das geringste Problem! Zum Beispiel aus den Bordmitteln einen Abend mit den wunderbaren Fernsehfilmen der Debüt-Reihen, die sonst immer erst nach Mitternacht versendet werden, einen Abend mit Dokumentationen (nein nicht "Doku"!), und einen Kurzfilm-Abend, jeweils zu einem Thema oder Genre.


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