Verkauf der skandinavischen TV-Töchter: ProSiebenSat.1 winkt Milliardenerlös

01.11.2012
 

Die ProSiebenSat.1-Gruppe kann beim Verkauf ihrer skandinavischen TV-Sender auf einen Milliardenerlös hoffen. Drei konkurrierende Interessenten hätten jeweils mehr als 1,3 Milliarden Euro geboten und seien in der nächsten Runde, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die ProSiebenSat.1-Gruppe kann beim Verkauf ihrer skandinavischen TV-Sender auf einen Milliardenerlös hoffen. Drei konkurrierende Interessenten hätten jeweils mehr als 1,3 Milliarden Euro geboten und seien in der nächsten Runde, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Bieter - der US-PayTV-Anbieter Discovery Communications sowie die Finanzinvestoren Providence und Nordic Capital - müssten nun bis spätestens Anfang Dezember verbindliche Offerten abgeben. Sollte der Preis auf dem Niveau bleiben, würden die Sender verkauft, betonten "zwei Insider" gegenüber Reuters. Denn die Gebote lägen am oberen Ende der erwarteten Spanne. Der Preis entspräche rund dem Zehnfachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 2011.

Die ebenfalls interessierte Beteiligungsfirma BC Partners sei nicht mehr im Rennen, da das Gebot zu niedrig gewesen sei. Die Beteiligten hätten eine Stellungnahme zu dem Bericht abgelehnt, so Reuters.

Was der Münchner P7S1-Konzern, der den beiden Private-Equity-Firmen KKR und Permira gehört, im Falle eines Verkaufes mit den Erlösen anfange, sei noch nicht klar. Nicht mehr im Fokus steht laut Reuters aber der Abbau der Schulden. Die waren bereits vor gut einem Jahr durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Benelux-Sender um rund eine Milliarden Euro gesunken.

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