Großer personeller Umbau bei der "Zeit": Sabine Rückert wird Mitglied der Chefredaktion

03.11.2012
 

"Die Zeit" erweitert die Chefredaktion und baut zahlreiche Ressortleitungen um. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe). Sabine Rückert, 51, soll stellvertretende Chefredakteurin werden. Die Redaktion sei von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo am Freitag über die Personalien informiert worden.

Die Wochenzeitung "Die Zeit" erweitert die Chefredaktion und baut zahlreiche Ressortleitungen um. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe. Sabine Rückert, 51, soll stellvertretende Chefredakteurin werden, so wie bereits Bernd Ulrich und Moritz Müller-Wirth. Die Redaktion sei von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, 53, am Freitag über die Personalien informiert worden.

Rückert leitet bei der "Zeit" das wichtige Ressort Dossier. Diese Funktion soll nach "SZ"-Angaben Wolfgang Uchatius übernehmen, zuletzt verantwortlicher Redakteur Reportage. Rückert gehört seit 1992 der "Zeit"-Redaktion an, lange war sie als Gerichtsreporterin tätig. Für ihre Reportagen und Porträts gewann sie zahlreiche Journalistenpreise. Vergangenes Jahr erregte Rückert mit Artikeln über den Fall Jörg Kachelmann Aufsehen. 

Auch im Feuilleton der "Zeit" soll es personelle Veränderungen geben: Moritz Müller-Wirth, der nach dem Weggang von Florian Illies 2011 zusätzlich zu seinen Aufgaben in der Chefredaktion auch in die Leitung des Feuilletons einstieg, werde wieder ganz in die Chefredaktion zurückkehren, schreibt die "Süddeutsche". Jens Jessen soll nach mehr als zehn Jahren die Feuilleton-Führung abgeben. Verlassen werde Jessen die Wochenzeitung aber nicht. Künftig sollen Adam Soboczynski und Iris Radisch (Das Literarische Quartett) das Ressort verantworten. Das Literatur-Ressort von Radisch soll Ijoma Mangold übernehmen.

Ebenfalls eine neue Leitung bekommen soll Anfang 2013 das Parlamentsbüro. Tina Hildebrandt, bislang Reporterin im Hauptstadtbüro, werde mit dem dort bereits verantwortlichen Marc Brost, 41, eine Doppelspitze bilden.

Hintergrund: Di Lorenzo hatte Anfang des Jahres in einem Leitartikel eine 30%-Frauenquote für "Die Zeit" angekündigt. Mit Chefredaktion, Feuilleton und Parlamentsbüro sind künftig drei Führungsebenen auch mit Frauen besetzt.

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