Axel Springers Neun-Monats-Bilanz: Digital-Geschäft trägt immer stärker zum Konzernergebnis bei

07.11.2012
 

Axel Springer nimmt nach neun Monaten Kurs auf ein neues Rekordjahr. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner nach Vorlage des Quartalsfinanzberichts. Die digitalen Medien erreichten einen Anteil von 34,6% am Konzernumsatz; zum Konzern-Ebitda trugen sie 36,1% bei und erzielten eine Ebitda-Rendite von mehr als 20%. Durch das starke Wachstum der digitalen Medien stieg konzernweit das Ebitda um 2,9%.

Axel Springer nimmt nach neun Monaten Kurs auf ein neues Rekordjahr. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner nach Vorlage des Quartalsfinanzberichts Januar bis September 2012. Die digitalen Medien steigerten in dem Zeitraum ihre Erlöse deutlich und erreichten einen Anteil von 34,6% am Konzernumsatz; zum Konzern-Ebitda trugen sie 36,1% bei und erzielten eine Ebitda-Rendite von mehr als 20%. Durch das starke Wachstum der digitalen Medien stieg konzernweit das Ebitda im Berichtszeitraum um 2,9%.

Die inländischen Printmedien behielten ihre hohe Ertragskraft bei: Sie erwirtschaften, trotz einer schwächeren Entwicklung des Werbemarktes im dritten Quartal, weiterhin Ebitda-Renditen von mehr als 20%.

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten um 3,9%. Mit einem Umsatzplus von 21,5% blieben die digitalen Medien der Wachstumsmotor des Konzerns. Die Printmedien hätten hingegen "marktbedingt" rückläufige Erlöse erzielt. Im Segment "Zeitungen National" ging der Umsatz um 2,0% zurück, bei den nationalen Zeitschriften um 4,0%. Internationale Blätter verloren 8,6%.

Die Werbeerlöse legten im Konzern um 9,0% zu. Getrieben wurde dieses Wachstum durch die digitalen Medien, die ihre Werbeerlöse deutlich steigern konnten. Der Anteil der digitalen Medien an den gesamten Werbeerlösen des Konzerns erhöhte sich auf 55,5%. Die Werbeerlöse der Printmedien seien in einem "insgesamt schwierigen Werbemarktumfeld im In- und Ausland" rückläufig gewesen. Die Vertriebserlöse gingen um 3,3% zurück. Ursache hierfür waren Auflagenrückgänge diverser Titel in allen drei Printsegmenten.

Redaktionsgemeinschaft als Reaktion auf schwache Print-Werbeerlöse

Mathias Döpfner: Die Print-Werbeerlöse seien im dritten Quartal am unteren Ende der Erwartungen gelegen. Man verfolge deshalb mit Nachdruck die Strategie, die Strukturen im deutschsprachigen Kerngeschäft systematisch auf das veränderte Nutzungsverhalten auszurichten und noch effizienter zu werden. Ein wesentlicher Schritt sei die vor kurzem angekündigte Redaktionsgemeinschaft der Welt-Gruppe, der "Berliner Morgenpost" und des "Hamburger Abendblatts".

Springers Quartalsfinanzbericht - alle Konzern-Kennzahlen auf einen Blick


Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet der Vorstand unverändert mit einem Anstieg der Konzernerlöse im einstelligen Prozentbereich. Der Vorstand geht dabei davon aus, dass leicht rückläufige Erlöse im inländischen und rückläufige Erlöse im internationalen Printgeschäft durch steigende Erlöse bei den digitalen Medien mehr als aufgefangen werden könnten. Auch für das Ebitda wird ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet. Hierbei rechnet der Vorstand mit Ergebnisrückgängen im Printgeschäft, während das Ergebnis des digitalen Geschäfts deutlich über dem Vorjahreswert liegen sollte.

Ein genauerer Blick noch auf die Digitalen Medien:

Zum Umsatzplus von 21,5% leisteten dort die Werbeerlöse mit einem Zuwachs von 24,5% den größten Beitrag, die übrigen Erlöse legten um 7,7% zu. Die Digitalen Medien verbesserten zudem in den ersten neun Monaten ihre Ebitda-Rendite von 16,5% auf 20,2%. Das Ebitda lag um 48,3% über dem Vorjahreswert.

Die Säule "Journalistische Portale & andere digitale Medien" - u.a. "Bild.de", "Welt Online", "aufeminin.com", "idealo", "kaufDA", "Smarthouse"- steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um 25,2%. Ihr Ebitda legte im gleichen Zeitraum um 23,7% zu. Damit erzielte die Säule eine Ebitda-Rendite von 21,8% (Vj.: 22,1 Prozent).

Die zweite Säule Performance Marketing (Zanox-Gruppe) erhöhte den Umsatz um 4,6%. Das Ebitda blieb hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Ebitda-Rendite belief sich dementsprechend auf 4,9% (Vj.: 5,9%).

Besonders dynamisch entwickelte sich in den ersten neun Monaten die Säule Axel Springer Digital Classifieds, in der die Rubrikenportale "SeLoger", "Immonet", "StepStone" und "Totaljobs "gebündelt sind. Sie steigerte den Umsatz um die Hälfte. Das Ebidta verbesserte sich um 86,5%; mit einer Ebitda-Rendite von 43,3% (Vj.: 34,9%) zählten die Rubrikenportale zu den profitabelsten Einheiten im Konzern.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.