Alles neu zum 30. Geburtstag der "Ärzte Zeitung": Springer Medizin schwört Redaktion auf neue App ein

 

Harm van Maanen (Foto), Geschäftsführer von Springer Medizin, hat der "Ärzte Zeitung" zum 30. Geburtstag ein Komplett-Lifting geschenkt: Vom 9. November an erscheint die einzige deutsche Tageszeitung für Mediziner nicht nur mit neuer Optik, sondern auch als iPad-App.

Harm van Maanen (Foto), Geschäftsführer von Springer Medizin, hat der "Ärzte Zeitung" zum 30. Geburtstag ein Komplett-Lifting geschenkt: Vom 9. November an erscheint die einzige deutsche Tageszeitung für Mediziner nicht nur mit neuer Optik, sondern auch als iPad-App.

Ab sofort arbeiten die rund 40 Redakteure unter Chefredakteur Wolfgang van den Bergh in erster Linie nicht mehr an der gedruckten Ausgabe der „Ärzte Zeitung“ (Auflage laut IVW, 3. Q 2012: 43.497 Exemplare, davon 34.994 Freistücke). Dafür erstellen sie montags bis freitags bis 16 Uhr zunächst die Inhalte für die iPad-App "Ärzte Zeitung digital". Anschließend passen fünf bis zehn Redakteure den gesammelten Content in das neue Layout der gedruckten Ausgabe ein.

Langfristig will der Wissenschaftsverlag Springer Science + Business Media, zu der die "Ärzte Zeitung" über Springer Medizin gehört, "Print verzichtbar machen", so Harm van Maanen. "Wir wollen nicht vom Markt gezwungen werden, radikale Entscheidungen zu treffen", sagt der Geschäftsführer mit Blick auf die jüngst eingestellte Print-Ausgabe des US-Nachrichtenmagazins "Newsweek" (kress.de vom 19. Oktober 2012). Der Verlag baut lieber vor.

"E first" für alle Titel

Van Maanens Geburtstagsgeschenk ist Teil einer übergreifenden "E first"-Strategie, an der Springer Science + Business Media seit rund drei Jahren rumdoktert. Darunter fällt auch das Abomodell e.Med, das im Mai 2012 an den Start ging. Künftig soll auch die App "Ärzte Zeitung digital" über dieses Modell bezogen werden können. Für rund 400 Euro im Jahr erhalten die Abonnenten zusätzlich u.a. Zugriff auf mehr als 400 medizinische Fachzeitschriften und Magazine aus dem Springer-Medizin-Fundus sowie Zugang zu über 1.500 Fortbildungskursen. 30 bis 35% der deutschen Ärzte, rund 100.000 Mediziner, will Harm van Maanen für das e.Med-Abo begeistern. Bislang kosteten Print- und E-Paper-Ausgabe 159,70 Euro im Jahresabo. Die verkaufte Auflage umfasste im 3. Quartal 2012 laut IVW 8.503 Exemplare (-15,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal).

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Und falls Sie persönlich mit Harm van Maanen über die "E first"-Startegie von Springer Medizin sprechen wollen: Harm van Maanen ist einer der Referenten der diesjährigen kress Konferenz "Mobile first!", die am 15. November in Hamburg stattfindet.

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