Alle Mitarbeiter für Groß-Besprechung zusammengetrommelt: Bringt Jalag den "Prinz" zu Fall?

 

Große Aufregung statt fürstlicher Gelassenheit: Wie kress erfahren hat, trommelt der Jalag-Verlag alle festangestellten Mitarbeiter der "Prinz"-Stadtmagazine am Dienstag in Hamburg zusammen. Die rund 50 Betroffenen fürchten Schlimmes. Wie zu hören ist, seien die Arbeiten an laufenden Heftproduktionen für den Großreisetag nicht relevant.

Große Aufregung statt fürstlicher Gelassenheit: Wie kress erfahren hat, trommelt der Jalag-Verlag alle festangestellten Mitarbeiter der "Prinz"-Stadtmagazine am Dienstag in Hamburg zusammen. Die rund 50 Betroffenen fürchten Schlimmes. Wie zu hören ist, seien die Arbeiten an laufenden Heftproduktionen für den Großreisetag nicht relevant.

Keine guten Vorzeichen für die Zukunft des Magazins, das 14 City-Ausgaben für Großstädte von Bremen bis München unterhält und im Gesamtverkauf zusammengenommen in den vergangenen zwölf Monaten laut IVW einen Rückgang von 17% verschmerzen muss (Einzelverkauf: -53%).

Wie zu hören ist, hat die Jalag-Chefetage unter Geschäftsführer Joachim Herbst kurzfristig für den Dienstag Konferenzräume in der Hamburger Zentrale belegt. Dorthin sollen alle Festangestellte anreisen. Die nicht unerheblichen Reisekosten etwa für Anfahrt der "Prinz"-Kollegen aus dem Süden spielten dabei offenbar keine Rolle. Zunächst kommen die Betriebsräte zusammen, danach die Mitarbeiter.

Was verkündet wird und ob es möglicherweise zu einer Trennung von einzelnen oder allen "Prinz"-Stadtausgaben kommt, ist offenbar selbst gewöhnlich gut informierten Kreisen unklar. Chefredakteur Jörg Schumacher wollte sich auf kress-Nachfrage nicht äußern. Er verantwortete den "Prinz"-Relaunch, zu dem ein Coupon-Konzept mit zahlreichen Rabatt-Aktionen für ausgehfreudige Metropolen-Bewohner gehörte.

Der Jalag-Betriebsratsvorsitzende René Bickel bestätigte auf Nachfrage die Unsicherheit im Haus: "Die 'Prinz'-Mitarbeiter wissen nicht, worum es geht", sagte er. Einschnitte seien mit den Arbeitnehmervertretern nicht vorab besprochen worden. 

Dennoch scheint die Lage durchaus alarmierend: Auf Nachfragen von "Prinz"-Mitarbeiter, was denn nun mit den laufenden Arbeiten an der aktuellen Heft-Produktion geschehen soll, war offenbar zu hören, dass dies nun nicht relevant sei.

Zuletzt gab es neben Einstellungsgerüchten immer wieder auch eine hoffnungsfrohere Spekulation über die "Prinzen". Angeblich soll es Verhandlungen mit der Media Group Medweth geben, die mit dem Jalag bereits in der Vermarktungstochter Brand Media eng verbandelt ist. Wie hinter vorgehaltener Hand zu hören ist, sollen entsprechende Verkaufsgespräche aber ins Stocken geraten sein.

Offiziell wollte sich der Jalag nicht zur ungewöhnlichen Dienstagssitzung des "Prinz" äußern.

Ihre Kommentare
Kopf

Robert Niedermeier

12.11.2012
!

Da hat aber einer laut und schnell gesungen. Falls es das Ende des Magazins bedeutet, schaut so aus, bleibt zu respektieren, dass der Verlagschef immerhin den Anstand besitzt, es seinen Mitarbeitern persönlich und von Angesicht zu Angesicht selbst zu sagen, dass es für PRINZ keine Zukunft gibt.


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