Bertelsmann-Bilanz: Rabe bei Gewinnprognose verhaltener

 

Bertelsmann konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Unterm Strich stieg das Konzernergebnis dank geringerer Sondereffekte deutlich an: auf 528 Mio Euro nach 377 Mio Euro im Vorjahreszeitraum.

Bertelsmann konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern: Der Konzernumsatz der fortgeführten Aktivitäten legte um 5,7% auf 11,4 Mrd Euro zu (Vorjahr: 10,8 Mrd Euro); das um Portfolio- und Wechselkurseffekte bereinigte organische Wachstum betrug 4%. Das Betriebsergebnis (Operating Ebit) erhöhte sich um 5,8% auf 1.095 Mio Euro (VJ: 1.035 Mio Euro). Die Umsatzrendite betrug wie auch im Vorjahreszeitraum 9,6%. Unterm Strich konnte das Konzernergebnis dank geringerer Sondereffekte deutlich gesteigert werden: auf 528 Mio Euro nach 377 Mio Euro im Vorjahreszeitraum.

"Bertelsmann wächst organisch, das Profitabilitätsniveau bleibt hoch, und mit dem Konzernumbau kommen wir gut voran", kommentiert Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, die Zahlen. Für das Gesamtjahr rechne der Konzern mit einem "moderaten Umsatzwachstum" und einem "weiterhin hohen Operating Ebit". "Im Konzernergebnis werden sich Sondereffekte insbesondere aus dem Druck- und einigen Direktkundengeschäften sowie aus unseren Aktivitäten in Südeuropa niederschlagen", so Rabe weiter. Außerdem würden die gedämpften Konjunkturaussichten und die Euro-Krise die weitere Entwicklung derzeit schwer prognostizierbar machen.

Hintergrund: Bertelsmann hatte Angang November das in Spanien und Lateinamerika tätige Verlagshaus Random House Mondadori ganz übernommen (kress.de vom 5. November 2012). Kurz zuvor legte das Unternehmen seine Buchverlagsgeschäfte mit dem britischen Medienunternehmen Pearson zusammen (kress.de vom 29. Oktober 2012).

Bei Bertelsmanns Zeitschriftensparte Gruner + Jahr stehen noch in diesem Jahr schwere Entscheidungen bevor: Am 21. November tagt der Aufsichtsrat, um über das Schicksal der defizitären Wirtschaftsmedien (u.a. "Capital", "Financial Times Deutschland") zu entscheiden. Zur Debatte soll eine Einstellung des gesamten Segments oder eine Umstellung auf bezahlte Digitalausgaben stehen (kress.de vom 9. September 2012).

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