Künftig nur noch eine Online-Marke: Jalag nimmt den gedruckten "Prinz" vom Markt

 

Die schlimmen Befürchtungen sind eingetreten: kress.de-Leser haben es bereits seit Montagabend geahnt, jetzt hat der Jahreszeiten Verlag bestätigt, dass "Prinz" mit der Dezemberausgabe eingestellt wird. Nur die Reihe "Prinz Top Guide" wird weiter gedruckt.

Die schlimmen Befürchtungen sind eingetreten: kress.de-Leser haben es bereits seit Montagabend geahnt, jetzt hat der Jahreszeiten Verlag bestätigt, dass "Prinz" mit der Dezemberausgabe eingestellt wird. Nur die Reihe "Prinz Top Guide" wird weiter gedruckt. 

Das Aus für die Stadtmagazin-Reihe mit Großstadt-Ausgaben von Bremen bis München ist beschlossene Sache und wurde den Mitarbeitern auf der eilig einberufenen Mitarbeiterversammlung in Hamburg mitgeteilt. Was die Zukunft der Sparte angeht, bemühte sich die Jalag-Chefetage um geschraubte Formulierungen, die das endgültige Scheitern des Konzepts nur mühevoll kaschieren.

"Der Medienwandel verändert den Markt der City-Listings-Magazine fundamental. Darauf reagieren wir: An die Stelle des Monatsmagazins tritt eine nochmals attraktiv erweiterte Onlineausgabe", lässt sich Peter Rensmann, Geschäftsführer des Jahreszeiten Verlags zitieren. Sebastian Ganske, Geschäftsführer von 4Seasons Digital.net, einer Tochter, die schon bislang die Prinz.de-Inhalte produzierte, fügt an: "Das Angebot von Prinz.de wird sowohl qualitativ als auch quantitativ weiter wachsen. Wir werden erheblich mehr Termine als bisher veröffentlichen können und bieten damit kanaladäquat zukünftig auch eine eindrucksvoll bessere Abdeckung von deutlich mehr Städten."

Kündigungen für alle "Prinz"-Mitarbeiter

Nicht erwähnt wird der Aderlass, der im Verlag damit einhergeht. Der Jalag-Betriebsrat sprach gegenüber kress.de von Kündigung der Festangestellten des "Prinz". Verhandlungen über einen Sozialplan stehen nun als nächstes auf der Agenda.

Dem gegenüber legt Peter Rensmann später Wert darauf, dass am Dienstag keine Kündigungen ausgesprochen wurden. In der offiziellen Stellungnahme per Pressemitteilung sagt "Prinz"-Verlagsleiter Michael Silvio Kusche: "Wir werden nun in einen intensiven Austausch mit den Betriebsräten eintreten und alles tun, um für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam sozial ausgewogene Lösungen zu finden."

Noch völlig unklar ist, ob ehemalige "Prinz"-Festangestellte im Jalag weiterbeschäftigt werden können. Die Online-Ausgaben werden vom Team der Verlagstochter 4Seasons Digital.net gestemmt.

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