Nachrichtenagenturen: AP und dpa vereinbaren langfristige Kooperation

14.11.2012
 

Die US-amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH haben am Mittwoch eine "langfristige und weitgehende Kooperation" vereinbart. So wird dpa künftig die AP-Texte und -Fotos in Deutschland und Österreich vermarkten sowie Kunden in der Schweiz die AP-Texte anbieten. Die Kooperation soll am 1. Januar 2013 beginnen.

Die US-amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH haben am Mittwoch eine "langfristige und weitgehende Kooperation" vereinbart. So wird dpa künftig die AP-Texte und -Fotos in Deutschland und Österreich vermarkten sowie Kunden in der Schweiz die AP-Texte anbieten. Die AP erhält zugleich die Möglichkeit, dpa-Texte und -Bilder für ihre eigene Berichterstattung zu verwenden. Die Kooperation soll am 1. Januar 2013 beginnen.

"Diese neue Vereinbarung mit dpa stellt sicher, dass AP-Inhalte weiterhin die vielen Kunden und Mediennutzer erreichen, die sie wertschätzen. Zugleich erhalten wir aktuelle und wichtige Inhalte von dpa für unsere Dienste", sagt AP-Chef Gary Pruitt.

Michael Segbers, der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung erklärt, dass man sich bei der dpa der Quellenvielfalt verpflichtet fühle und sich sehr auf die Kooperation mit den amerikanischen Partnern freue. Durch sie stelle man langfristig sicher, dass die AP-Inhalte in Deutschland und anderen europäischen Ländern verfügbar blieben.

dapd arbeitet bislang mit AP zusammen

Zuletzt hatte die Insolvenz von acht Gesellschaften des dpa-Rivalen dapd die Agenturbranche in Aufregung versetzt. Insolvenzgeschäftsführer Wolf von der Fecht hat an diesem Montag sein "Restrukturierungskonzept" vorgelegt: Ein Drittel der Mitarbeiter soll gehen. Die dapd ist 2010 aus der Fusion von ddp mit dem deutschen AP-Ableger hervorgegangen und versorgt ihre Kunden in Lizenz bislang auch mit AP-Bild- und Fotomaterial aus aller Welt. Diese Kooperation sei auf Jahre hin geschlossen worden, betonte von der Fecht noch am Montag gegenüber kress.

Nun ließ er verbreiten: "Wir haben heute zur Kenntnis genommen, dass die Nachrichtenagentur Associated Press beabsichtig, die Zusammenarbeit mit der dapd zum Jahresende einzustellen. Zunächst werden wir prüfen, ob die Kündigung wirksam ist. In einem zweiten Schritt werden wir dann abwägen, inwiefern diese Kündigung Auswirkungen auf das vom Gläubigerausschuss gebilligte Restrukturierungskonzept zur Sanierung der Nachrichtenagentur-Gruppe hat und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen."

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