Donata Hopfen und Malte Hildebrandt auf der kress Konferenz: Screen-Medien sind auf dem Vormarsch

 

Für Donata Hopfen ist Mobile schon ein alter Hut. "Die nächste große Herausforderung wird sein, wie wir auf den großen Schirm kommen", sagte die Bild Digital-Geschäftsführerin auf der kress Konferenz. Auch Malte Hildebrandt, Geschäftsführer von Seven One Media, prognostizierte den Screen-Medien eine große Zukunft, übte aber auch Kritik an der Werbebranche:

Für Donata Hopfen ist Mobile schon ein alter Hut. "Die nächste große Herausforderung wird es sein, wie wir auf den großen Schirm kommen", sagte die Bild Digital-Geschäftsführerin in ihrem Vortrag auf der kress Konferenz. "Bild" sei bereits auf allen Kanälen von iPhone über iPad bis zum Windows-8-Tablet verfügbar und dazu noch erfolgreich. Laut Agof zähle das Mobil-Angebot von "Bild" 3,6 Mio Unique User und sei damit im Online-Newssegment Marktführer. In der Gesamtbetrachtung des Portals machten die mobilen Zugriffe bereits 28% aus, Tendenz steigend. Nur 1% des Traffics käme über Facebook.

Android in Zukunft wichtiger als iOS

Zwar werde der Mobile-Bereich immer relevanter, allerdings seien die Werbegelder noch nicht vorhanden, so dass jedes Medienhaus nur für sich eine eigene Trial-and-Error-Strategie fahren könne. Hopfen ermutigte, sich in dem Bereich auszuprobieren. Nur so könnten neue und vor allem jüngerer Zielgruppen erreicht werden. Sie persönlich glaube, dass Android  in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen werde als iOS und den Markt beherrschen werde. Allerdings sei hier die Monetarisierung ein Problem: Apple-Nutzer seien eher zahlungsbereit als Android-Nutzer. "Ich persönlich denke auch, dass wir uns alle auf Windows 8 einstellen müssen", so Hopfen. Mit Microsoft, Apple und Google wären dann drei Betriebssysteme im Mobile-Bereich vorhanden, was Chancen hinsichtlich der Vermarktung biete - und es gäbe "irrsinig viele Werbemöglichkeiten", die "viel cooler sind als die stationären", so Hopfen. 

Die nächste Herausforderung werde es sein, wie Bild mit den Verwertungsrechten der Bundesliga umgehe. Hopfen sprach von eines der "größten Projekte", die derzeit liefen. Ziel sei es, alle Plattformen und Endgeräte einzubinden. Dadurch verspricht sie sich auch eine Intensivierung der Kundenbeziehungen, aus der sich neue Geschäftsmodelle entwickelten. Der Konzern verspricht sich augenscheinlich vieles davon: Bis 2020 sollen 50% der Umsätze der Axel Springer AG aus dem digitalen Bereich stammen.

"Mediagenturen müssen besser werden, sonst hat Mobile keine Chance"

Malte Hildebrandt, Geschäftsführer von Seven One Media, sprach sich in seinem Vortrag dafür aus, dass Unternehmen zwar alle Geräte bespielen, aber nur eine Markenstrategie verfolgen sollten. "Mobile ist nur ein Puzzleteil der integrierten Kommunikation", sagte er. Allerdings seien hier auch die Mediaagenturen gefragt. Sie seien noch zu klassisch aufgestellt. "Mediagenturen müssen besser werden, sonst hat Mobile keine Chance."

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