kress Konferenz 2012: Mobile Ads sind zarte Pflänzchen

 

Der Mix bestimmt die Zukunft. Darüber sind sich Harm van Maanen (Springer Medizin), Ansgar Mayer (Greenkern) und Stefan Schumacher (G+J ems) bei ihrer Diskussion über Kostenloskultur und mobile Geschäftsmodelle auf der kress Konferenz "Mobile first!" einig. Der Mix aus Paid-Content- und Mobile-Advertising-Modellen. Die werbungtreibende Industrie begreife langsam die Möglichkeiten, die die Gattung Mobile bietet.

Der Mix bestimmt die Zukunft. Darüber sind sich Harm van Maanen (Springer Medizin), Ansgar Mayer (Greenkern) und Stefan Schumacher (G+J ems) bei ihrer Diskussion über Kostenloskultur und mobile Geschäftsmodelle auf der kress Konferenz "Mobile first!" einig. Der Mix aus Paid-Content- und Mobile-Advertising-Modellen. Die werbungtreibende Industrie begreife langsam die Möglichkeiten, die die Gattung Mobile bietet.

Die Werbeausgaben sind mit rund 2% am Gesamtvolumen aber immer noch äußerst gering. Vielleicht nahmen die drei Diskutanten begleitet von Moderatorin und Beraterin Heike Scholz (mobile zeitgeist) genau deshalb das Potenzial der noch jungen Mobile-Ad-Pflanzen so intensiv unter die Lupe.

"Schizophrene Vermarktung" hält Mobile klein

"Noch wird Geld für die Vermarktung in teilweise schizophrener Weise ausgegeben", beobachtet Harm van Maanen und rügt damit die mangelnde Beratungskompetenz so mancher Mediaagentur. Der Geschäftsführer von Springer Medizin (Springer Science + Business Media) hat sich zu einem radikalen Schritt entschlossen. In fünf Jahren soll keines seiner 110 Medienprodukte mehr kostenlos geben, weder print noch online oder mobile. Das Vermarktungsbudget für die Printausgaben hat van Maanen schon jetzt auf null heruntergefahren.

"Agenturen haben massiv dazugelernt"

Stefan Schumacher, Leiter Mobile Unit von G+J ems, ist dagegen der Meinung, dass die Media- wie Kreativagenturen in den vergangenen zwei Jahren massiv aufgeholt haben. Eine Leistung, die man nicht unterschätzen dürfe. "Es braucht Zeit, den klassischen Planungsprozess der Vermarktung auf die neue Gattung Mobile hin umzustellen", sagt Schumacher. Bis Mobile einen angemessen Anteil der Spendings erhält, werde es noch dauern.

Ebenso, bis sich bei Medien- und Kommunikationsunternehmen der Gedanke durchgesetzt haben wird, nicht mehr länger Content-, sondern Service-Provider zu sein, ist Ansgar Mayer überzeugt. Er berät als Director Digital Strategy von Greenkern Verlage und Agenturen bei der Markenentwicklung. "Die die Kontextualisierung der Angebote, als die situative Nutzung wird über den Erfolg der Angebote entscheiden", sagt Mayer. Die Folgeangebote, die Amazon seinen Nutzern mache, seien erst verlacht worden. Nun werde man auf fast jeder Medienseite mit Artikeln versorgt, die einen ebenfalls interessieren könnten.

Einheitliche Angebote würde Vermarktung erleichtern

Mobile Advertising würde durch die Decke gehen, wenn "Verlage einheitliche Angebote konzipieren würden, die leichter vermittelbar sind", stellt Stefan Schumacher in Aussicht. Die Agenturen, die den Vermarktungsprozess planen, müssten sich hingegen noch stärker mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, die die Gattung Mobile bietet. "Dadurch werden die Spendings steigen und die Inhalte können refinanziert werden", ist Schumacher überzeugt. Harm van Maanen wünscht sich hingegen, dass die Verlage stärker in die Planung einbezogen werden, vor allem, wenn es darum geht, Budget und Verlagsleistung zu koppeln.

Was die Diskussion jedenfalls belegt, ist, dass nicht nur Werbungstreibende, Kreativagenturen und Vermarkter noch Zeit brauchen, um Mobile endgültig für sich zu entdecken. Auch die Nutzer haben sich längst noch nicht daran gewöhnt, für Inhalte auf mobilen Endgeräten zu bezahlen.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.