"Berliner Zeitung"-Belegschaft solidarisiert sich: Offener Brief für den Erhalt der "FR"

16.11.2012
 

Der Redaktionsausschuss der "Berliner Zeitung" macht sich in einem offenen Brief für den Erhalt der "Frankfurter Rundschau" stark. Im Namen der gesamten Berliner Belegschaft solidarisiere man sich mit den Kollegen der "FR". "Wir rufen die Hauptgesellschafter, M. DuMont Schauberg und die DDVG-Holding, aber auch den vorläufigen Insolvenzverwalter auf, jeden Handlungsspielraum und jede Chance zu nutzen, um die 'FR' fortzuführen", lautet der Appell.

Der Redaktionsausschuss der "Berliner Zeitung" macht sich in einem offenen Brief für den Erhalt der "Frankfurter Rundschau" stark. Im Namen der gesamten Berliner Belegschaft solidarisiere man sich mit den Kollegen der "FR". "Wir rufen die Hauptgesellschafter, M. DuMont Schauberg und die ddvg-Holding, aber auch den vorläufigen Insolvenzverwalter auf, jeden Handlungsspielraum und jede Chance zu nutzen, um die 'FR' fortzuführen", lautet der Appell.

Am Standort Berlin-Alexanderplatz werden die "Berliner Zeitung" und der überregionale Teil der "FR" gemeinsam produziert. Dieses Fusionsprojekt sei unter großen Anstrengungen entstanden, es zeitige lesbare Erfolge und sei entwicklungsfähig.

Der Redaktionsausschuss der "Berliner Zeitung" fordert die Verlagsführung deshalb auf, "das herausragende publizistische Potenzial beider traditionsreicher Titel zu erkennen und zu nutzen. Und nicht: liquidieren zu lassen."

Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, in dem die "FR" erscheint, hat am Dienstag das Insolvenzverfahren beantragt. Die beiden Hauptgesellschafter M. DuMont Schauberg und die SPD-Holding ddvg begründeten den Schritt mit "massiven Umsatzverlusten im Anzeigen- und Druckgeschäft in der ersten Hälfte des laufenden Jahres, die der Geschäfsführung keine Chance für ein Verlassen der Verlustzone gegeben hätten. 

Die "FR"-Belegschaft gibt sich indes kämpferisch: "Wir werden alles dafür tun, dass diese Geschichte weitergeht."

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