Von der Fecht (dadp) zum Vertragsende mit AP: "Wir halten die Kündigung für unwirksam"

 

Scheitert die am Mittwoch angekündigte Kooperation der US-amerikanischen Nachrichtenagentur AP mit der dpa bereits, bevor sie beginnt? Mit der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit dem dapd-Rivalen dpa kündigte die AP die Verträge mit der dapd zum Jahresende. Wolf von der Fecht, alleiniger Geschäftsführer der insolventen dapd-Gesellschaften, gab nun am Freitag folgendes  bekannt:

Scheitert die am Mittwoch angekündigte "langfristige und weitgehende Kooperation" der US-amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP) mit der dpa bereits, bevor sie beginnt? Mit der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit dem dapd-Rivalen dpa kündigte die AP die Verträge mit der dapd zum Jahresende. Wolf von der Fecht, alleiniger Geschäftsführer der insolventen dapd-Gesellschaften, gab nun am Freitag folgendes  bekannt:

Die dapd habe die Kündigung der AP eingehend geprüft und halte sie "sowohl aus insolvenzrechtlicher Sicht als auch aufgrund der konkreten vertraglichen Kündigungsregelungen für unwirksam". Das habe man der AP inzwischen mitgeteilt. "Vor diesem Hintergrund halten wir es ebenfalls für fraglich, ob die dpa wie angekündigt ab dem 1. Januar 2013 die Inhalte von AP in Deutschland anbieten kann, ohne bestehende Verträge zu verletzen."

Die dapd ist 2010 aus der Fusion von ddp mit dem deutschen AP-Ableger hervorgegangen und versorgt ihre Kunden in Lizenz bislang mit AP-Bild- und Fotomaterial aus der ganzen Welt. Diese Kooperation sei auf Jahre hin geschlossen worden, betonte von der Fecht noch am Montag gegenüber kress (kress.de vom 12. November 2012).

Die Zusammenarbeit mit der AP ist extrem wichtig für die dapd. Ohne Auslandsberichterstattung würde die Agentur unattraktiver für Kunden und die Chancen eines Wiederaufbaus  stünden noch schlechter.

Hintergrund: Acht dapd-Gesellschaften, darunter ihre Kernunternehmen, hatten am 2. Oktober das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt (kress.de vom 2. Oktober 2012). Etwa 300 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen - ein Drittel soll gehen.

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