Wegen ausstehender Zahlungen: AP bekräftigt Kündigung des Vertrags mit dapd

 

Der Streit um die Kündigung des Vertrages zwischen AP und dapd geht weiter. Laut AP-Sprecher Paul Colford sei sich die Agentur ihrer rechtlichen Position sicher. "Die Kündigung, die unmittelbar in Kraft getreten ist, erfolgte entsprechend den Bestimmungen des Vertrages zwischen AP und dapd", so Colford.

Der Streit um die Kündigung des Vertrages zwischen AP und dapd geht weiter. Laut AP-Sprecher Paul Colford sei sich die Agentur ihrer rechtlichen Position sicher. "Die Kündigung, die unmittelbar in Kraft getreten ist, erfolgte entsprechend den Bestimmungen des Vertrages zwischen AP und dapd", so Colford. Als Gründe für die Beendigung der Kooperation nannte er sowohl den Insolvenzantrag als auch ausstehende Zahlungen.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass AP mit dem dapd-Konkurrenten dpa "eine langfristige und weitgehende Kooperation" vereinbart habe. Die Zusammenarbeit sieht vor, dass dpa künftig die AP-Texte und -Fotos in Deutschland und Österreich vermarkten sowie Kunden in der Schweiz die AP-Texte anbieten wird. Die AP erhält zugleich die Möglichkeit, dpa-Texte und -Bilder für ihre eigene Berichterstattung zu verwenden. Die Kooperation soll am 1. Januar 2013 beginnen (kress.de vom 14. November 2012).

Wolf von der Fecht, Geschäftsführer der dapd, hatte die Kündigung durch AP sowohl aus insolvenzrechtlicher Sicht als auch aufgrund der Vertragsregeln als "unwirksam" kommentiert. Die Kooperation sei auf Jahre hin geschlossen worden. Die dapd ist 2010 aus der Fusion von ddp mit dem deutschen AP-Ableger hervorgegangen und versorgt ihre Kunden in Lizenz bislang mit AP-Bild- und Fotomaterial aus der ganzen Welt (kress.de vom 18. November 2012).

Acht dapd-Gesellschaften, darunter ihre Kernunternehmen, hatten am 2. Oktober das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt (kress.de vom 2. Oktober 2012). Etwa 300 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen - ein Drittel soll gehen. Derzeit wird nach Investoren gesucht. Dem Vernehmen nach soll u.a. N24 interessiert sein. Ob die Kaufabsicht auch nach der Kündigung des Vertrags mit AP aufrecht erhalten wird, bleibt abzuwarten. 

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