Insolvenzverwalter sieht Chance: "Namhafte Interessenten" für insolvente "FR"

 

Hoffnungsschimmer in Hessen: Laut Insolvenzverwalter Frank Schmitt gibt es für die "Frankfurter Rundschau" "namhafte Interessenten": "Es gibt nach den ersten Gesprächen meines Erachtens auch wirklich ernst gemeinte Anfragen und Angebote an uns", sagte der Rechtsanwalt gegenüber HR Info. 

Hoffnungsschimmer in Hessen: Laut Insolvenzverwalter Frank Schmitt gibt es für die "Frankfurter Rundschau" "namhafte Interessenten": "Es gibt nach den ersten Gesprächen meines Erachtens auch wirklich ernst gemeinte Anfragen und Angebote an uns", sagte der Rechtsanwalt gegenüber HR Info. Das betreffe insgesamt den Verlag und die Druckerei.

Eine Möglichkeit zur Rettung des insolventen Medienhauses könnte laut Schmitt eine sogenannte übertragende Sanierung sein. "Das heißt, dass ein Geldgeber eher ein Investor wäre, der die Aktiva der Gesellschaft übernimmt", erklärte er. Damit müssten keine Schulden übernommen werden und ein neuer Start mit einer neuen Ausrichtung sei möglich.

Vor einer Woche meldeten die Frankfurter das Insolvenzverfahren an. Die beiden Hauptgesellschafter M. DuMont Schauberg (MDS) und die SPD-Medienholding ddvg begründeten den Schritt mit "massiven Umsatzverlusten im Anzeigen- und Druckgeschäft in der ersten Hälfte des laufenden Jahres, die der Geschäftsführung keine Chance für ein Verlassen der Verlustzone gegeben haben". Einem internen Papier zufolge hat allein MDS bislang 136 Mio Euro in den "FR"-Verlag investiert, der Verlust des Unternehmens werde 2012 dennoch 16 Mio Euro betragen (kress.de vom 13. November 2012).

Derweil geht der Redaktionsalltag bei der "FR" so gut es geht weiter. In einer Mitteilung an die Leser gab sich die Belegschaft kämpferisch: "Sie lesen Zeitung aus Leidenschaft, wir machen Zeitung aus Leidenschaft. Das werden wir weiter tun, denn wir sind der festen Überzeugung, dass die 'Frankfurter Rundschau' mit Ihrer Unterstützung und unserer Arbeit eine Zukunft hat." Man werde "mit allem Nachdruck Möglichkeiten suchen und Wege erkunden", die das Erscheinen der Zeitung "dauerhaft sichern" (kress.de vom 14. November 2012).

Im Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main sind 389 Mitarbeiter beschäftigt, hinzu kommen 98 Mitarbeiter von Tochterfirmen.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.