Philipp Welte ist zuversichtlich: "Harper's Bazaar" ab Herbst 2013 am Kiosk?

 

Die Verhandlungen zwischen Burda-Vorstand Philipp Welte und dem Verlag Hearst um die Lizenzen von "Harper's Bazaar" scheinen gut zu laufen. "Wir sind zuversichtlich, noch in diesem Jahr einen gemeinsamen Weg für dieses Projekt zu finden", sagte der Manager dem "Handelsblatt".

Die Verhandlungen zwischen Burda-Vorstand Philipp Welte und dem Verlag Hearst um die Lizenzen von "Harper's Bazaar" scheinen gut zu laufen. "Wir sind zuversichtlich, noch in diesem Jahr einen gemeinsamen Weg für dieses Projekt zu finden", sagte der Manager dem "Handelsblatt".

Das Frauenmagazin könnte Insidern zufolge bereits im kommenden Herbst am deutschen Kiosk liegen. Es wird geschätzt, dass Burda fünf bis zehn Millionen in den neuen Titel investieren werde. Welte hatte zuvor gegenüber dem Fachblatt w&v geäußert, dass er "Harper's Bazaar" neben dem Männermagazin "Esquire" zu den "weltweit wichtigsten Medienmarken" zähle und Burda mit ihnen sein Markenportfolio in Deutschland "sinnvoll erweitern" könne. Burda soll auch um die Lizenzen von "Esquire" verhandeln (kress.de vom 8. November 2012). 

400 journalistische Angebote in vier Jahren

Burda werde sein Innovationstempo der vergangenen Jahre beibehalten, so Welte. Laut "Handelsblatt" hat der Medienkonzern seit 2008 400 neue journalistische Angebote auf den Markt gebracht, darunter 17 Zeitschriftenprojekte. "Unsere Verlage erwirtschaften heute mit neuen Produkten auf unseren traditionellen Märkten genauso viel Umsatz wie mit unseren neuen Medienangeboten in den digitalen Märkten", so Welte.

Angesprochen auf die Krise bei G+J, dessen Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" auf der Kippe steht, sagte der Manager: "Über Aufstieg und Fall von Verlagen entscheidet in erster Linie die journalistische Qualität ihrer Produkte, also die Qualität unseres Handwerks." Das, so Welte, scheine in den vergangenen Jahren hier und da in Vergessenheit geraten zu sein. Für 2013 stelle sich Burda auf diffizile Marktbedingungen im Zeitschriftenmarkt ein. Ziel sei es, so Welte, die Vertriebserlöse konstant zu halten und den Rückgang im Werbemarkt bei ein bis zwei Prozent weitgehend stabil zu halten.

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