Acht Regionalverlage gründen Medienhaus Deutschland: Mega-Vermarkter soll Tageszeitungen stärken

 

Aus den G7 sind doch noch die G8 geworden. Zu den sieben regionalen Tageszeitungsverlagen, die seit neun Monaten eine gemeinsame nationale Vermarktung planen, ist Axel Springer mit "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" hinzugestoßen. Am Mittwoch fiel in Düsseldorf der offizielle Startschuss für die neue Mega-Allianz mit dem Namen Medienhaus Deutschland.

Aus den G7 sind doch noch die G8 geworden. Zu den sieben regionalen Tageszeitungsverlagen, die seit neun Monaten eine gemeinsame nationale Vermarktung planen, ist Axel Springer mit "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" hinzugestoßen. Am Mittwoch fiel in Düsseldorf der offizielle Startschuss für die neue Mega-Allianz mit dem Namen Medienhaus Deutschland.

Neben Springer zählen DuMont Schauberg aus Köln, ACN aus Düsseldorf, die WAZ Mediengruppe aus Essen, die Verlagsgruppe Rhein Main aus Mainz, Madsack aus Hannover, die Zeitungsgruppe Stuttgart und die Mediengruppe Pressedruck aus Augsburg zu den Partnern. Projektleiterin mit Sitz in Düsseldorf ist Anett Hanck, hauptberuflich Geschäftsführerin von ACN und Prisma-Verlag.

"Wir sind die erste nationale regionale Abo-Tageszeitung", sagte Hanck vor Werbekunden und Agenturvertretern. "Auch wenn das zuerst komisch klingen mag - es stimmt." Man habe aus einer Marktbefragung die wesentlichen Wünsche an eine nationale Zeitungsvermarktung entnommen und diese nun umgesetzt. Das Kombi-Angebot "TZ Premium Select" garantiert eine tägliche Auflage von 5,02 Mio Exemplaren und eine Reichweite von 14,03 Mio Lesern. Zielgruppe sollen in erster Linie Leser mit Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro sein.

"Neben Qualität wollen wir vor allem Einfachheit in der Planung und Buchung bieten", so Hanck. Wie bei Zeitschriften üblich verkauft das Medienhaus Deutschland seitenanteilige Formate. Die ganzseitige Anzeige soll 625.000 Euro kosten, was etwa einem 50%-igen Rabatt gegenüber dem Brutto-Mediavolumen entspricht. Die halbe Seite ist für 345.000 Euro zu haben, auch Drittel- und Viertelseiten zählen zu den Standardformaten.

Bevor die neuen Partner operativ mit der Vermarktung starten können, muss erst noch das Bundeskartellamt sein Okay geben. Für Ende Januar ist eine bundesweite Roadshow geplant, mit der "TZ Premium Select" in den Markt eingeführt werden soll.

 

BU Bild 1:

Oben links nach rechts:Oliver Nothelfer, Rheinische Post (ACN) / Dr. Dietmar Otti, Axel Springer / Herbert Dachs, Mediengruppe Pressedruck Augsburg / Stefan Hilscher, DuMont Schauberg

Mitte:Bernhard Reese, Zeitungsgruppe Stuttgart Unten links nach rechts: Hans Georg Schnücker, Verlagsgruppe Rhein Main / Harald Wahls, WAZ Mediengruppe / Anett Hanck, Projektleiterin Medienhaus Deutschland / Thomas Dueffert, Mediengruppe Madsack

BU Bild 3:

Dr. Dietmar Otti, Axel Springer / Anett Hanck, Projektleiterin Medienhaus Deutschland / Harald Wahls, WAZ Mediengruppe / Boris Schramm, Group M

Die Fotos sind aufgenommen worden von: Endermann Photography

Ihre Kommentare
Kopf

owloffliner

21.11.2012
!

Versteh ich als reines Print-Konsortium. Gibts online dabei? (anno 2012)


Torsten Zarges

Torsten Zarges

DWDL.de GmbH
Chefreporter

21.11.2012
!

Ist zunächst rein print-basiert. Die Entwicklung eines Crossmedia-Angebots ist laut Medienhaus Deutschland im zweiten Schritt für 2013 geplant.


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