Laut Betriebsrat der G+J Wirtschaftsmedien: Bis Jahresende keine Kündigungen

21.11.2012
 

Der Vorstand von Gruner + Jahr hat bei den G+J Wirtschaftsmedien nach Angaben des Betriebsrats Kündigungen vor dem Jahresende ausgeschlossen. Vorstandsmitglied Julia Jäkel habe dem Betriebsrat versichert, "dass, falls Kündigungen ausgesprochen werden, dies nicht mehr in diesem Jahr erfolgt", heißt es in einer Erklärung.

Der Vorstand von Gruner + Jahr hat bei den G+J Wirtschaftsmedien nach Angaben des Betriebsrats Kündigungen vor dem Jahresende ausgeschlossen. Vorstandsmitglied Julia Jäkel habe dem Betriebsrat versichert, "dass, falls Kündigungen ausgesprochen werden, dies nicht mehr in diesem Jahr erfolgt", heißt es in einer Erklärung des Gesamtbetriebsrat der G+J Wirtschaftsmedien. Im Falle von Kündigungen erwarte man sozialverträgliche Lösungen.

Beim Betriebsrat ist man "entsetzt über die Pläne des Vorstands von Gruner + Jahr, die rund 350 Mitarbeiter von Financial Times DeutschlandCapitalBörse Online und Impulse vor die Tür zu setzen". Gleichzeitig verurteile man es, wie G+J die Belegschaft des Medienunternehmens wochenlang im Ungewissen über die Zukunft des Betriebs gelassen hätte, während gleichzeitig unentwegt Medienberichte angeheizt würden.

"Wir sind enttäuscht und zweifeln an der unternehmerischen Kompetenz des Vorstands, der sich doch eigentlich auf die Fahnen geschrieben hat, 'durch Innovation und Investition' sicherzustellen, 'dass der wirtschaftliche und publizistische Erfolg von Europas größtem Zeitschriftenverlag auch für die Zukunft gewährleistet bleibt", schreibt der Gesamtbetriebsrat.  Man erwarte, dass der Vorstand alles tue, um Arbeitsplätze an allen betroffenen Standorten zu sichern oder angemessene Alternativen im Konzern zu schaffen.

Die "FTD" schreibt zur Stunde auf ihrer Homepage, dass man vor der Einstellung stehe. "Jetzt warten wir die Entscheidung unserer Verlagsführung ab. Dann blicken wir nach vorn." In der Meldung dokumentiert die Redaktion die Leserbrief der vergangenen Tage.

An diesem Mittwoch berät der Aufsichtsrat von Gruner + Jahr über die Zukunft der Wirtschaftsmedien des Hauses. Die "FAZ" hatte am Dienstag berichtet, dass G+J die "FTD" einstellen und "Impulse" und "Börse Online" verkaufen will. "Capital" soll nach Berlin umziehen - und könnte laut einer DJV-Mitteilung an den "stern" angedockt werden.

Ihre Kommentare
Kopf

Social Punk

21.11.2012
!

Bis Jahresende keine Kündigungen. Immerhin. Aber das Weihnachtsfest wird durch diese Entscheidung auch nicht mehr gerettet. Eine bittere Zeit. Und die Solidarität, die der Redaktion entgegengebracht wurde und wird (siehe http://tinyurl.com/ae7op67) ist angesichts der drohenden Entlassung auch nur ein kleiner Trost.


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