Abschied von der VPRT-Spitze: Jürgen Doetz will nicht mehr für den Verband sprechen

 

Selten hat die Floskel vom "Mann der ersten Stunde" auf eine TV-Persönlichkeit besser gepasst als auf Jürgen Doetz. Der TV-Prionier, der live auf dem Bildschirm den Sendestart des späteren Privatsender Sat.1 bekannt gab, zieht sich aus der VPRT-Spitze zurück.

Selten hat die Floskel vom "Mann der ersten Stunde" auf eine TV-Persönlichkeit besser gepasst als auf Jürgen Doetz. Der TV-Prionier, der live auf dem Bildschirm den Sendestart des späteren Privatsender Sat.1 bekannt gab, zieht sich aus der VPRT-Spitze zurück. 

Die Breitseiten, die er in seiner Funktion als oberster Privat-Rundfunk-Lobbyist gegen die Öffentlich-Rechtlichen schoss, waren so schmerzhaft wie reflexartig vorhersehbar. Als er in diesem Jahr schon nicht mehr in der "Elefantenrunde" der Medientage München vertreten war, deutete sich der Generationenwechsel bereits an: Jürgen Doetz will nicht mehr für die Chefposition beim Privatsender-Verband antreten. 1996 wurde er erstmalig Präsident, insgesamt zieht er in der Interessensvertretung der Privaten bereits seit über 16 Jahre die Strippen.

Am 29. November gibt sich der Verband auf einer Mitgliederversammlung eine neue Satzung, die künftig keinen Präsidenten, sondern einen Gesamtvorstand der unterschiedlichen VPRT-Fachbereiche vorsieht. Doetz will zwar dem Verband erhalten bleiben, aber nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidieren.

Dagegen rechnet sich Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik der RTL-Gruppe, gute Chancen auf das Amt des Vorstandsvorsitzenden aus - falls er als VPRT-Vorstand gewählt wird. Auf den "Medientagen" hatte er zuletzt bereits mit recht pointierten Thesen seine Chefin Anke Schäferkordt vertreten.

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