"Unser Song für Malmö": Keine Castings mehr im ESC-Vorentscheid

 

Die ARD hat ein neues Konzept für den Eurovision Song Contest (ESC) vorgelegt. Demnach wird es keine Castingshow wie in den Jahren zuvor geben, sondern es werden "acht bis zwölf namhafte Acts", die von Plattenlabels, dem NDR sowie der Produktionsfirma Brainpool ausgewählt werden, gegeneinander antreten.  

Die ARD hat ein neues Konzept für den Eurovision Song Contest (ESC) vorgelegt. Demnach wird es keine Castingshow wie in den Jahren zuvor geben, sondern es werden "acht bis zwölf namhafte Acts", die von Plattenlabels, dem NDR sowie der Produktionsfirma Brainpool ausgewählt werden, gegeneinander antreten. 

Damit verabschiedet sich der Sender von der Idee, die einst Stefan Raab mit dem Format verfolgte: noch unbekannten Sängern eine Plattform zu geben. Er hatte in den vergangenen Jahren Sendungen wie "Unser Star für Oslo" und unser "Song für Deutschland" in Zusammenarbeit mit ProSieben und dem NDR initiiert. Im September wurde bekannt gegeben, dass die Kooperation nicht fortgesetzt wird (kress.de vom 15. September 2012).

Das einzige, das aus der Raab-Ära übrig bleibt, ist der Name der Sendung: "Unser Star für Malmö". Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator, hebt die Live-Show am 14. Februar zur Primetime ins Programm. "Wir wollen mit der Musik direkt zu den Fans - deshalb gehen wir raus aus dem Fernsehstudio in eine große Konzerthalle, in der mehr als zehntausend Menschen Platz finden", so Schreiber.

Abstimmungsverfahren über Internet, Telefon und Jury

In einem dreiteiligen Abstimmungsverfahren wird der deutscher ESC-Vertreter gewählt. Ein Drittel der Stimmen wird über die Radiowellen der ARD bestimmt: In der Woche vor der Show können die Hörer im Internet ihre Favoriten bestimmen, dessen Ergebnis in der Sendung live bekanntgegeben wird. Ein weiteres Drittel der Entscheidung ergibt das Votum des TV-Publikums, das während der Live-Show per Telefon und SMS abstimmen kann. Das letzte Drittel der Stimmen vergibt dann eine fünfköpfige Jury, die sich aus Unterhaltungs- und Musikexperten zusammensetzen wird. Welche Vertreter das sein werden, will der NDR zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

So ganz verabschieden will man sich von dem alten Konzept dann aber doch nicht: Die Produktion bleibt eine Gemeinschaftsarbeit von NDR und Brainpool. Verantwortlich wird das Team sein, das 2011 für den international erfolgreichen ESC aus Düsseldorf stand - so wird Ladislaus Kiraly Regie führen, und für das Lichtdesign wird Jerry Appelt verantwortlich sein.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.