Besondere Print-Ausgabe zum Abschied: "FTD"-Chefredakteur Klusmann übt Selbstkritik

23.11.2012
 

Nach dem offiziell verkündeten Aus der "FTD" hat sich der Chefredakteur Steffen Klusmann in "eigener Sache" an die Leser gewandt. Klusmann spart dabei nicht mit Selbstkritik: Die "FTD" habe die schöpferische Zerstörungskraft des Internet "intensiv beschrieben". "Es ist uns allerdings nicht gelungen, darauf aufbauend ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das unseren Anspruch an Journalismus zu finanzieren vermag."

Nach dem offiziell verkündeten Aus der "Financial Times Deutschland" hat sich der Chefredakteur Steffen Klusmann in "eigener Sache" an die Leser gewandt. Klusmann spart dabei nicht mit Selbstkritik: Die "FTD" habe die schöpferische Zerstörungskraft des Internet "intensiv beschrieben". "Es ist uns allerdings nicht gelungen, darauf aufbauend ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das unseren Anspruch an Journalismus zu finanzieren vermag."

Vor diesem Problem stünden alle anderen deutschen Tageszeitungen genauso. Die "FTD" habe nur aufgrund ihrer späten Geburt und der vielen Krisen, die es seither gab (Dotcom-Blase, 9/11, Lehman-Pleite, Schuldenkrise), nicht genug Speck ansetzen können, um diese Transformationsphase durchzustehen.

Man habe von Unternehmen oder Politikern oft harte Schnitte gefordert, wenn wir man in einer Sackgasse wähnten - etwa weil ein politischer Plan im Praxistest durchfiel oder weil ein Geschäftsmodell nicht umsetzbar schien. Dieses Schicksal sei nun der "FTD" widerfahren, schreibt Klusmann, der darauf hofft, dass "Wirtschaftsjournalismus inspired by 'FTD'" aus der deutschen Medienlandschaft nicht verschwindet.

Zum Abschluss kündigt er den Lesern an: "Wir werden uns von Ihnen mit einer sehr besonderen Print-Ausgabe. Bis dahin erhalten Sie Ihre 'FTD' in der gewohnten Qualität." Die letzte Ausgabe er scheint am Freitag, den 7. Dezember.

Klusmann hatte bereits Anfang der Woche seiner Redaktion in einer Konferenz mitgeteilt, dass schon ein Wunder geschehen müsste, sonst müsse man sich wohl auf das Schlimmste einstellen (kress.de vom 20. November 2012). Seit 2004 ist Klusmann  Chefredakteur der G+J-Wirtschaftszeitung. Schon ab 1999 gehörte er der Entwicklungsredaktion an. Weitere Stationen in seiner Berufskarriere waren die "WirtschaftsWoche" und das "manager magazin", wo er stellvertretender Chefredakteur war.

Ihre Kommentare
Kopf
Leon Müller

Social Punk

Börsenmedien AG
Chefredakteur DER ANLEGER

23.11.2012
!

Klusmann übt Selbstkritik, andere kritisieren den Kommunikationsstil von G+J. Mehr unter: http://tinyurl.com/c3395uv


Ulf J. Froitzheim

24.11.2012
!

Bitte den Text noch mal bügeln. Da fehlen Worte - oder es sind welche zuviel.


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