Jan Josef Liefers nur zweite Wahl: Noethen sagte Boerne-Rolle im "Tatort" Münster ab

 

Die Erfinder des Münsteraner "Tatort" Stefan Cantz und Jan Hinter hatten ursprünglich Ulrich Noethen für die Rolle des eigentümlichen Rechtsmediziners Professor Karl-Friedrich Boerne vorgesehen. "Aber nachdem er die ersten Konzepte gesehen hatte, hat er abgesagt", sagt Hinter im Interview mit dem "Tagesspiegel". 

Die Erfinder des Münsteraner "Tatort" Stefan Cantz und Jan Hinter hatten ursprünglich Ulrich Noethen für die Rolle des eigentümlichen Rechtsmediziners Professor Karl-Friedrich Boerne vorgesehen. "Aber nachdem er die ersten Konzepte gesehen hatte, hat er abgesagt", sagt Hinter im Interview mit dem "Tagesspiegel".

Weil Hinter aber zu dem Zeitpunkt eine Serie mit Noethen und Jan Josef Liefers produzierte, sei die Idee ganz schnell aufgekommen, die Rolle mit Liefers zu besetzen. Dass Axel Prahl hingegen Kommissar Frank Thiel verkörpern würde, stand schon sehr früh fest. "Axel Prahl war anfangs für uns eine unbekannte Größe, aber es hat sich ja dann sehr schnell bewiesen, dass er die Idealbesetzung für Thiel war und ist", so Cantz.

Kritik an der ARD

Die beiden Drehbuchautoren machen in dem Gespräch deutlich, dass auch sie in ihren Episoden einsparen müssen und die Produzenten durch die Sparzwänge unter Druck seien: "Wenn neuerdings Szenen mit unserem Serienpersonal, also 'Alberich', Staatsanwältin Klemm oder Thiels Vater und seiner Assistentin Nadeshda gestrichen werden müssen, weil deren Drehtage das Budget sprengen, geht das schon ans Eingemacht", so Hinter. Die Geschichten würden so immer mehr zu Kammerspielen, weil an allen Enden und Ecken Geld fehle. Cantz weiter: "Es ist eines der größten Rätsel der Fernsehlandschaft, warum die ARD bei den Budgets ihres erfolgreichsten Produkts, dem 'Tatort', so knauserig ist." Til Schweiger sei da vielleicht eine Ausnahme.

Am Sonntag feierte der NRW-Krimi sein zehnjähriges Bestehen und konnte  im Ersten mit 12,11 Mio Gesamtzuschauern einen neuen Rekord für Thiele und Boerne aufstellen. Den aktuellen Fall "Das Wunder von Wolbeck" sahen 4,13 Mio unter 50 und sorgten damit für einen Marktanteil von 26,5% (kress.de vom 26. November 2012). 

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