dapd-Insolvenz: Am Mittwoch kommen die Kündigungen

 

Am Mittwoch klärt sich, welche Mitarbeiter die vom Insolvenzverfahren betroffenen acht dapd-Unternehmen verlassen müssen: Nach kress-Infos hat Insolvenzgeschäftsführer Wolf von der Fecht am Montag im Kreis von Führungskräften angekündigt, dass er an diesem Tag Kündigungen zum Monatsende aussprechen werde.

Am Mittwoch klärt sich, welche Mitarbeiter die vom Insolvenzverfahren betroffenen acht dapd-Unternehmen verlassen müssen: Nach kress-Infos hat Insolvenzgeschäftsführer Wolf von der Fecht am Montag im Kreis von Führungskräften angekündigt, dass er an diesem Tag Kündigungen zum Monatsende aussprechen werde. Ein Investor soll noch nicht gefunden sein, aber es soll weitere Gespräche geben.

Von der Fecht hatte vor zwei Wochen in groben Zügen sein "Restrukturierungskonzept" vorgestellt: Es sieht den Abbau eines Drittels der 300 Stellen vor, vor allem die Bereiche Sport und Video sowie die Führungsetagen sollen bluten (kress.de vom 12. November 2012). Damals hieß es, dass dennoch alle Dienste der Nachrichtenagentur erhalten bleiben sollten.

An diesem Plan einer "abgespeckten Vollagentur" hält der Geschäftsführer offenbar fest, obwohl es jetzt eine neue Ausgangslage gibt: Die US-Agentur Associated Press (AP) hat die Zusammenarbeit mit dapd aufgekündigt und will ab Januar Texte und Bilder via dpa verbreiten lassen. Von der Fecht will AP jedoch nicht ziehen lassen (kress.de vom 16. November 2011).

Ein Sprecher von der Fechts wollte sich auf kress-Anfrage zu den bevorstehenden Kündigungen nicht äußern. Zunächst müssten Gespräche mit dem Betriebsrat abgeschlossen werden. Im Kreis der Mitarbeiter und der Führungskräfte ist der Unmut indes groß: Die dapd-Ressortleiter wissen z.B. nicht, mit welchen Mitarbeitern sie in den nächsten Tagen noch rechnen können und mit welchen nicht.

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