Neue Schrift, neue Optik, neue Funktionen: Plöchinger frischt "Süddeutsche.de" auf

 

Neuer Look für "Süddeutsche.de": Chefredakteur Stefan Plöchinger (Foto) und sein Team haben die Nachrichtenseite aufgeräumt. Seit Montagabend erscheinen die Online-Inhalte in derselben Schrift wie die gedruckte Zeitung, die Optik ist opulenter gestaltet und die Texte wurden um eine übersichtliche Anordnung der Funktionen zum Teilen, Mailen und Drucken ergänzt. 

Neuer Look für "Süddeutsche.de": Chefredakteur Stefan Plöchinger (Foto) und sein Team haben die Nachrichtenseite aufgeräumt. Seit Montagabend erscheinen die Online-Inhalte in derselben Schrift wie die gedruckte Zeitung. "Wo Süddeutsche draufsteht, ist jetzt auch optisch die Süddeutsche drin", schreibt Plöchinger dazu im Blog.

Die digital neu eingeführte Serifenschrift wurde vergrößert und der Zeilenabstand erhöht, um eine bessere Lesbarkeit zu erreichen. Der Text wurde breiter gesetzt, dazu kommen größere Bilder und Informationselemente. Künftig sollen Grafiken, Fotogalerien und Videos direkt in die Artikel integriert werden. "Wir werden mehr verlinken und Elemente anderer Seiten wie YouTube, Vimeo oder Twitter direkt bei uns einbinden - kurz, wir wollen die vielfältigen Präsentationsmöglichkeiten im Netz besser nutzen", so Plöchinger.

Besonderes Schmankerl sind die Elemente zum Teilen der Texte bei Facebook, Twitter und Google+ sowie zum Drucken und Diskutieren. Sie laufen nun während des Runterscrollens am linken Rand mit, so dass schneller reagiert werden kann. Außerdem ist dort eine Feedback-Funktion integriert, ein direkter Draht zum Team von "Süddeutsche.de". 

Geteiltes Leserecho auf Relaunch

Die Veränderungen, die, wie Plöchinger schreibt, Teil eines Prozesses sind, der seit 1,5 Jahren andauert, überzeugen auf den ersten Blick - auch wenn die neue Schrift noch sehr ungewöhnlich daherkommt. In den rund 30 Leserbeiträgen unter dem Blogeintrag zeigt sich, dass die Layout-Auffrischung polarisiert: Die Schrift sei "augenunfreundlich", die breitere Darstellung der Texte erschwerten die Lesbarkeit, der Seitenaufbau zu lang und das Pop-up-Fenster zur Leseempfehlung wird als lästig empfunden. Andere loben hingegen das Design für die bessere Lesbarkeit und den Aufbau der Seite.

Ob Plöchinger nochmal nachbessert, wird in den nächsten Wochen zu sehen sein. "Wir werden in den kommenden Wochen sicher Fehlerchen auszubessern haben und einige neue Funktionen wie Feedback und Kurz-URLs auf der ganzen Seite einführen", kündigt er an. Derzeit ist das Online-Portal auf gutem Kurs: Laut IVW zählte es im Oktober 40,1 Mio Visits, ein Plus von 11,5% im vergleich zum Vormonat (kress.de vom 9. November 2012).

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