BVerfG sieht Grundrechte nicht verletzt: Eva Herman scheitert mit Beschwerde in Karlsruhe

 

Keine guten Zeiten für Eva Herman: Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin ist mit ihrer Beschwerde gegen ein Urteil des Bundesgerichtshofes  nun auch beim Bundesverfassungsgericht gescheitert. Die Karlsruher Richter betonten, dass das BGH-Urteil Herman nicht in ihren Grundrechten verletzt habe. 

Keine guten Zeiten für Eva Herman: Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin ist mit ihrer Beschwerde gegen ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) nun auch beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gescheitert. In dem Rechtsstreit mit dem Axel Springer Verlag geht es nach wie vor um die vom "Hamburger Abendblatt" zitierten Äußerungen Hermans zur Rolle der Familie in der Nazi-Zeit.

Der BGH hatte ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln revidiert, das die Zahlung von 25.000 Euro Schmerzensgeld an Herman vorsah. Die Richter entschieden, dass die Aussagen der Moderatorin "weder unrichtig noch verfälscht oder entstellt wiedergegeben" worden seien. Dagegen legte Herman Verfassungsbeschwerde ein - vergeblich: Das BVerfG betonte, dass die Entscheidung des BGH Herman nicht in ihren Grundrechten verletzt habe. Die von der Tageszeitung zitierten Äußerungen seien im Gesamtzusammenhang zu betrachten und stellten eine Meinungsäußerung dar, heißt es in einer Mitteilung. "Die Beschwerdeführerin, der es nicht gelungen war, sich unmissverständlich auszudrücken, muss die streitgegenständliche Passage als zum 'Meinungskampf' gehörig hinnehmen", heißt es weiter.

Der Rechtsstreit dauert seit 2007 an. Damals hatte das "Hamburger Abendblatt" von einer Pressekonferenz berichtet, auf der Herman ihr neues Buch präsentierte. Daraufhin geriet sie mit ihren umstrittenen Äußerungen in die Schlagzeilen. Herman verlor daraufhin ihren Job beim NDR (kress.de vom 1. April 2009). Laut "BamS" musste sie im vergangenen Jahr Privatinsolvenz anmelden.

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