Erneuter Stellenabbau an der Ericusspitze: Spiegel TV muss 40 Stellen einsparen

 

Die Mitarbeiter von Spiegel TV erleben ein Déjà-vu: Wie im Jahr zuvor werden bei der Fernsehproduktionstochter des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wieder Stellen abgebaut. 40 von derzeit 150 Vollzeitstellen sollen davon betroffen sein. Erneut bereiten die Ko- und Auftragsproduktionen Probleme.

Die Mitarbeiter von Spiegel TV erleben ein Déjà-vu: Wie im Jahr zuvor werden bei der Fernsehproduktionstochter des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wieder Stellen abgebaut. 40 von derzeit 150 Vollzeitstellen sollen davon betroffen sein. Erneut bereiten die Ko- und Auftragsproduktionen Probleme.

Bevor es Anfang 2013 zu betriebsbedingten Kündigungen kommen soll, will das Unternehmen die Mitarbeiter dazu bewegen, Aufhebungsverträge freiwillig anzunehmen. Auf einer Betriebsversammlung informierte Rolf-Dieter Schulz, Personalchef der Spiegel-Gruppe, die Mitarbeiter heute Vormittag über die geplanten Stellenkürzungen. Die Gesellschafterversammlung habe den Vorschlägen von Spiegel-TV-Geschäftsführer Matthias Schmolz bereits zugestimmt. Danach gibt es zwei Varianten für den Jobabbau.

Geschäftsführung baut auf freiwillige Lösung

Durch die freiwillige Annahme von Aufhebungsverträgen – inklusive eines 30%-igen Gehaltsaufschlags – müssen mindestens 27 Vollzeitstellen eingespart werden. Außerdem sollen die verbleibenden Mitarbeiter für die Dauer von zunächst zwei Jahren auf 10% ihres Bruttolohns verzichten. Stimmen 90% der Belegschaft diesem Vorschlag zu, könnte diese Variante die nötigen Einsparungen erbringen. Als weiteren Anreiz bietet die Geschäftsführung fünf zusätzliche Urlaubstage an. Sollte sich die Geschäftlage bessern, ist zudem eine Rückvergütung denkbar.

Sollten die Mitarbeiter von Spiegel TV diese Vorschläge nicht akzeptieren, drohen betriebsbedingte Kündigungen. Mitarbeiter der Verwaltung, der Herstellung, Produktion und Redaktion könnten dann bereits im Januar 2013 ihre Papiere in die Hand gedrückt bekommen. Bereits Ende 2011 waren nach dem Aus der Sendung "Kerner" 30 Stellen und zusätzlich 26 Stellen in Redaktion und Produktion bei Spiegel TV dem Rotstift zum Opfer gefallen (kress.de vom 18. November 2011).

Für die aktuellen Stellenstreichungen sind u.a. das Ende von "Lanz kocht" und ein reduziertes Magazin-Volumen bei Vox verantwortlich. Branchenkenner sprechen von einem 3 Mio Euro schweren Loch, das dadurch in den Umsatz gerissen wurde. Eine Verlagssprecherin wollte sich zu der genannten Summe nicht äußern.

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