Ein wenig Luft für dapd: US-Gericht billigt "freiwillige Vereinbarung" mit AP

28.11.2012
 

Am Dienstag hatte dapd erleichtert mitgeteilt, dass der District Court of Southern New York eine einstweilige Verfügung erlassen habe, wonach die Nachrichtenagentur Associated Press verpflichtet werde, den Vertrag mit der dapd-Nachrichtenagenturgruppe in vollem Umfang weiter zu erfüllen. AP-Sprecher Paul Colford widersprach dem gegenüber "newsroom.de":

Am Dienstag hatte dapd erleichtert mitgeteilt, dass der District Court of Southern New York eine einstweilige Verfügung ("Order") erlassen habe, wonach die Nachrichtenagentur Associated Press verpflichtet werde, den Vertrag mit der dapd-Nachrichtenagenturgruppe in vollem Umfang weiter zu erfüllen. AP-Sprecher Paul Colford widersprach dem gegenüber "newsroom.de": Beide Nachrichtenagenturen hätten sich freiwillig verpflichtet, "dass AP seine Leistungen auf einer wöchentlichen Basis fortsetzt und dapd dafür wöchentlich diese Leistungen bezahlt." Der Richter in New York habe die Vereinbarung gebilligt, dann sei die Verfügung in Kraft getreten", beschreibt Colford die Reihenfolge gegenüber "newsroom.de".

Colford stellte den Angaben zufolge klar, dass der Richter nicht über die Beendigung des Vertrages entschieden habe, er habe noch nicht einmal die Argumente in dem Fall angehört." Daher, so Colford, habe der Richter auch noch nicht dapd zugestimmt, dass der Vertrag unrechtmäßig gekündigt worden sei. Associated Press kann nun laut "newsroom.de" bei einem Gerichtstermin am 18. Dezember um 11.30 Uhr (Ortszeit) in New York Gegenargumente vorbringen, warum sie den Vertrag mit dapd gekündigt hat. In der aktuellen Verfügung des Gerichts werde auch festgehalten, dass AP bis zu einer endgültigen Klärung kein Material an dapd-Rivalen im deutschsprachigen Raum liefern. Gemeint ist die angekündigte Kooperation zwischen dpa und AP (kress.de vom 14. November 2012).

Wolf von der Fecht, Partner der Sozietät Metzeler und alleiniger Geschäftsführer der dapd Nachrichtenagenturgruppe, teilte mit: "Wir freuen uns, dass das Gericht in New York unserer Rechtsauffassung gefolgt ist und die dapd vor der aus unserer Sicht unwirksamen Kündigung des Vertrages schützt". Auf Basis dieser Entscheidung könnten sich die dapd-Kunden darauf verlassen, dass dapd ihnen den gewohnten Service in der gewohnten Qualität einschließlich der Berichterstattung aus dem Ausland bieten werde. "Wir werden", so von der Fecht weiter, "das am 12. November 2012 vorgestellte Restrukturierungskonzept wie geplant umsetzen und die dapd-Nachrichtenagenturgruppe wieder auf eine wirtschaftlich solide Basis stellen."

Ihre Kommentare
Kopf
Theodor Fruendt

Theodor Fruendt

teamwork text und foto GbR / Büro Paris
Fotograph & Text

28.11.2012
!

Da hat sich wohl jemand bei einer Spiegelfechtereie selbst in die Nase gestochen. Und warum soll so etwas wie die DPA obendrein auch noch Nutzniesserin werden, ohne selbst einen Beitrag zu leisten? Ein paar gekündigte Kollegen sind in diesem Schauspiel noch das geringste Übel.


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